Posts Tagged “Videofilmen”



Wie so oft mit neuem Equipment tauchten auch mit meiner neuen Videokamera Sony CX 106 bereits nach wenigen Tagen die ersten Problemchen auf. Hier dazu auch die passende Lösung.

Problem: Filmt man sich selbst, erscheint es unvermeidlich, dass alle Videos damit beginnen, dass man selbst direkt vor der Kamarea steht (weil man da soeben den Aufnahme-Button gedrückt hat) und dann erst seine geplante Position einnimmt, Am Ende dann umgekehrt: Man nähert sich der Kamera, um die Aufnahme per Tastendruck zu stoppen. Schön wäre hier eine Fernbedienung, die aber fehlt bei den meisten preisgünstigen Kameras. Also muss man die ersten und letzten Sekunden eines Videos anschließend entfernen.

Im ersten Versuch habe ich hierzu die Schnittfunktion der Kamera selbst versucht. Man kann nämlich an der Kamera selbst Aufnahmen teilen. Hierzu wählt man die Aufnahme aus, steuert an die gewünschte Position und schneidet dann. Die angeschnittenen Teile lassen sich dann an der Kamera löschen. Als ich anschließend das so beschnittene Video auf die Festplatte meines Notebook kopieren wollte, stellt ich fest, dass nicht die zugehörige Video-Datei selbst (also die *.mts-Datei) geschnitten wurde, sondern scheinbar nur eine Wiedergabeliste für dieses Video verändert wurde. Mit der mitgelieferten Software von Sony ließ sich dann aber dieser Ausschnitt auf die Festplatte kopieren (als neue, etwas kürzere *.m2ts-Datei). Komischerweise wurde diese Datei vom Media Player von Windows 7 einwandfrei abgespielt, doch mit dem VLC-Player waren Ton und Bild nicht genau synchron (der Ton war ca. 0,5 Sekunden zu spät). Lädt man diese Datei auf Youtube hoch, musste ich feststellen, dass ebenfalls Bild und Ton nicht snychron waren.

Also versuchte ich es mit anderen Methoden, die Datei zu schneiden. Natürlich kann man das auch mit einem ausgewachsenen Videoschnittprogramm wie Adobe Premiere bewerkstelligen, doch fand ich dort nirgends eine Möglichkeit, das verä¤nderte Video als neue Datei abzuspeichern ohne dass das gesamte Video neu gerendert – und damit erneit komprimiert – wird. Ich war mir sicher, dass es dazu doch irgendwelche Freeware-Tools geben müsse, doch war das Ergebnis der Google-Suche doch recht mager. Scheinbar ist es aufwendiger, eine AVCHD-Datei zu bearbeiten als etwa ein AVI-File, für welches er zahllose Tools gibt.
Dennoch fand ich einige wenige Tools, von denen TSREMUX und TSMUX am vielversprechensten wirkten. Hiermit fand ich jedoch keine EInstellung, um den Split-Punkt wirklich framegenau anzugeben, stattdessen ließ sich nur die Position in ganzen Sekunden festlegen. Aufgepasst übrigens : Bei TSREMUX werden dabei die Positionen von vorne bzw. hinten gerechnet in Sekunden angegeben. Will man also beispielsweise von einem Video der Länge 2:20 min die ersten zwei und letzten drei Sekunden abschneiden, muss man nicht Startpunkt 0:02 und Endpunkt 2:17 angeben, sondern Startpunkt 0.02 und Endpunkt 0:03 !

Probleme beim Trimmen mit TSREMUX

Probleme beim Trimmen mit TSREMUX

Dummerweise war auch bei den so geschnittenen Videos Bild und Ton nicht synchron.

Letztlich funktionieren tat es dann doch mit der Sony-Software (PMB). Die Möglichkeit zum Schneiden ist hier etwas versteckt, weshalb ich sie zunächst nicht fand (unter Manipulieren/Video trimmen ). Hier lassen sich die Teilungspunkte framegenau angeben. Die so entstehende Datei wird sowohl vom VLC-Player als auch von Youtube korrekt abgespielt. Ich vermute, dass bei den Lösungen, die nicht framegenau schneiden, Ton und Bild nicht exakt gleich geschnitten werden.

pmb-sony

Letztlich ließ sich das Video mit der Software PMB von Sony schneiden

Verwandte Artikel:

Comments Keine Kommentare »



Seit Weihnachten besitze ich einen neuen Camcorder. Nachdem ich meine Youtube-Videos lange mit einem Sony DV-Camcorder und zuletzt mit der Digital-Kamera Lumix FX 37 gefilmt habe, entstand doch mittlerweile immer mehr der Wunsch nach einem “modernen Bild”, sprich 16:9-Breitbildformat bei der hoher Auflösung von Full-HD. Zwar filmt die Lumix immerhinh HD (720p), ist aber hinsichtlich Tonqualität indiskutabel.

Es ist ja heutzutage ein Leichtes, vor dem Kauf jede Menge Informationen zu den einzelnen Modellen aller Hersteller zu sammeln. Doch gerade die Menge an Informationen macht es oft schwer, dabei den Durchblick zu behalten. So stellte ich schnell fest, dass jede Kamera ihren eigenen Stärken, aber meist Schwächen in anderen Bereichen hatte. Außerdem findet sich im Netz zu fast jeder Meinung auch die Gegenmeinung. Jedenfalls entschied ich mich zunächst für die Panasonic SD 10. Diese war bei diversen Online-Anbietern für ca. 350,-€ zu haben, während sie bei Saturn immerhin 448,-€ kostete. Damit ist sie klar eine der preisgünstigsten Full-HD-Camcorder.

Panasonic SD 10

Panasonic-HDC-SD10Die SD 10 ist extrem klein und leicht. Ihr glattes Kunstoffgehäuse lässt sie tendenziell billig erscheinen. Sie nimmt im AVCHD-Format (.mts)  mit maximal 17 MBit/s auf SD-Karte auf (nicht mitgeliefert!), wobei auf eine 4GB-Karte etwa 25 Minuten Video passen. Wie alle Kameras ohne Cassette, Festplatte oder DVD-Laufwerk ist sie völlig geräuschlos. Zu ihren Pluspunkten gehören ein sehr guter optischer Bildstabilisator, eine sehr durchdachte und intuitive Menüführung über Touchscreen und eine sehr gute Audio-Qualität (sogar manuell aussteuerbar). Der optische Zoom ist 16-fach und damit ausreichend.

Schon bei den ersten Testaufnahmen fällt gleich auf, dass die Kamera kaum Weitwinkel-Aufnahmen zulässt (42 mm bezogen auf Kleinbild). Das Bild erscheint auf dem kleinen Display zwar scharf, aber bereits hier fallen die relativ schwachen Farben auf. Steckt man nun die SD-Karte in das Notebook und schaut sich die Aufnahmen in voller Auflösung an, bestätigt sich dieser Eindruck. Das Bild wirkt blass und leicht mit einem rosa-grauen Schleier verhangen. Ändert man manuell einige Einstellungen – etwa den Weißabgleich oder das Farbschema – wird das Bild gelblicher oder bläulicher, bleibt aber stets irgendwie trübe. Bei schwachem Licht macht die Kamera dann völlig schlapp und liefert immer grauere Bilder.

Dieser Eindruck bestätigt sich, wenn man die Bildqualität der SD 10 auf der sehr guten Seite von Videoaktiv betrachtet. Hier wurde außerdem offensichtlich, dass die Panasonic SD 10 weniger scharfe Aufnahmen liefert als sie meisten Konkurrenzmodelle. Schuld ist mit 1/6-Zoll ein zu kleiner Bild-Sensor mit brutto nur 1,47 Megapixel (ein Full-HD-Bild mit 1920 mal 1080 Pixeln hat ca. 2 Megapixel). Das war für mich das Aus für diese Kamera, die daher zurück ging.

Einige weitere Details der Sd 10:

- Klappt man das Display um 180 Grad herum, so dass man sich selbst beim Filmen sehen kann, blendet sie Teile des Bedienmenüs aus, sprich man hat zwar einen Monitor, kann die Kamera aber nicht von vorne bedienen.

- Das Ladegerät ist gleichzeitig Netzteil, man kann den Akku nicht laden, während man mit Netzteil filmt.

- Zum Teil lässt sich die Bildqualität verbessern, indem man die Kantenschärfung und Farbintensität im Menü erhöht, das Bild wirkte aber dennoch rosastichig (siehe unten).

- Die Laufzeit des Akkus ist ca. eine Stunde

Sony HDR CX 105 / 106

hdr-cx105esNachdem ich recht genau die Testbilder unterschiedlicher Camcorder auf Videoaktiv studiert hatte, kristallisiserten sich die folgenden Alternativen heraus: die teurere Panasonic SD 200 (ab 600,- €) hat ein gutes Bild, aber noch weniger Weitwinkel. Ziemlich gut schienen die teureren Sony-Modelle wie die CX 505 oder 520, für die man aber auch immerhin ca. 1000,- € hinblättern muss. In Relation dazu liefert die Sony CX 105 gute Bildqualität (bis auf bei extrem dunklen Szenen, Testbilder hier) und kostet nur etwa soviel wie die SD 10. Weshalb ich sie ursprünglich nicht in die engere Wahl gezogen hatte, war der Umstand, dass sie nicht auf SD-Karte, sondern in ihren internen Speicher (8 GB) oder auf Memory Stick aufnimmt. Da man aber auch den Menory Stick mittels normalen Multi-Card-Reader bequem in den PC einlesen kann, entschied ich mich nun für dieses Modell.

Bei der Suche nach dem günstigsten Preis fiel mir auf, dass die scheinbar gleiche Kamera noch unter einer anderen Bezeichnung angeboten wird: Sony HDR CX 106 (statt 105). Einziger Unterschied der ansonsten identischen Modelle: die CX 106 erlaubt etwas mehr digitalen Zoom, ist aber nur in silbern statt auch in schwarz oder rot erhältlich. Angeblich ist die CX 106 die Variante für den Fach-Einzelhandel und die CX 105 für alle anderen Anbieter. Bei Foto Hamer war sie gerade im Angebot: 359,- € – ich ergatterte allerdings das letzte vorrätige Exemplar.

Die Sony CX 106 wirkt aufgrund des etwas höheren Gewichts und des rauheren schwarzen Kunsstoffgehäuse (sie ist silbern und schwarz) massiver und etwas edler. Schon auf dem Display wirkt das Bild natürlich und dennoch farbenfroh. Auch der Ton ist ausgezeichnet. Sie hat nur 10-fachen optischen Zoom und nur einen elektronischen Bildstabilisator. Auch sie lässt sich über Touchscreen bedienen und nimmt ebenfalls als AVCHD  ( .mts-Datei) mit maximal 16 MBit/s auf. Anders als die Panasonic lassen sich auch Aufnahmen mit gerinerer Bildauflösung auch als MPEG-2 aufzeichnen.

Der Umgang mit der Kamera ist unkompliziert. Schon mit den automatischen Einstellungen ist das Bild gut, wobei sich für die meisten Anwendungen genügend Parameter manuell einstellen lassen. Insgesamt erscheint mir aber die Menüführung der Panasonic durchdachter. Ich behalte die Sony, da sie für wenig Geld ausgezeichnete Bild- und Tonqualität liefert und für die meisten Anwendungen völlig ausreichend ist.

Für 66,- € habe ich noch einen Weitwinkel-Vorsatz VLC 0630X  von Sony erworben, mit dem die Kamera noch flexibler einzusetzen ist.

Schwache Farben bei der Panasonic Sd 10

Schwache Farben bei der Panasonic Sd 10

Panasonic SD 10: Farbintensität auf Maximum gestellt

Panasonic SD 10: Farbintensität auf Maximum gestellt

Im Vergleich dazu die Sony CX 105 / 106

Im Vergleich dazu die Sony CX 105 / 106

Mehr Info bei Amazon:

Verwandte Artikel:

Comments 3 Kommentare »