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Seit einigen Tagen besitzen wir eine neue Digitalkamera – die Lumix FX37 von Panasonic (Nachfolgende Informationen bzgl. der Video-Funktion gelten auch für das Nachfolgermodell FX40). Diese gab es zum Preis von 198,- € bei Saturn (entspricht dem derzeitigem Amazon-Preis). Die Kamera macht mittels 10 Mega-Pixel-Sensor Photos in bestechender Qualität. Im heutigen Artikel soll es allerdings mehr um die Option des Video-Filmens mit dieser Kamera gehen.

panasonic_lumix_dmc_fx37

Die Lumix FX 37 ist nämlich in der Lage, HD-Videos aufzuzeichnen, zwar nicht Full-HD, aber immerhin 1280 x 720 Pixel (720p). Dieser Umstand, der Preis und ihre kompakte Größe lassen sie als interessante Alternative erscheinen um etwa Videos für youtube zu drehen.

Schon beim Einschalten der Kamera fällt die hervorragende Qualität des Displays auf, welches detailgetreu alle Objekte vor dem Leica-Objektiv wiedergibt. Im Videomodus nimmt die Lumix Filme im Apple Quicktime Format auf (Dateierweiterung *.MOV), welches recht verbreitet ist und daher von den meisten Programmen zum Videoschnitt als auch von youtube unterstützt wird. Allerdings weigerte sich Quicktime (aktuelle Version), die Videos abzuspielen (es erscheint nur ein schemenhaftes Standbild). Der VLC Media Player vollrichtete diese Aufgabe jedoch problemlos, so dass ich einfach auf diesen auswich und noch nicht weiter nach den Ursachen gesucht habe.

Aber auch auf einem entsprechend großen Computer-Display sehen die Videos hervorragend aus. Deutlich schwächer ist dagegen die Tonqualität: Audio wird nämlich nur in mono mit einer Samplingrate von lediglich 16 kHz aufgenommen (die berühmte CD-Qualität bedeutet stereo bei 44,1 kHz). Hier sind Konkurrenzmodelle teilweise deutlich besser.

Auf eine SD-Karte von 2GB passen immerhin 7 Minuten HD-Video. Für längere Aufnahmen kann man die Auflösung aber auch reduzieren. Ich entschied mich daher für eine 4 GB-Karte, deren Anschaffungskosten (15,- € bei gehobener Qualität) nicht all zu sehr ins Gewicht fallen.

Schwachstellen der Video-Funktion

Während die Bildqualität selbst sehr gut ist, hat man im wesentlichen mit zwei Einschränkungen zu kämpfen: Zum einen ist es nicht möglich, während der Aufnahme zu zoomen. Der optische 5-fach Zoom muss also vor der Aufnahme entsprechend eingestellt werden und für die Dauer der Aufnahme beibehalten werden. Es ist also nicht möglich, zuerst eine Totalaufnahme zu zeigen und dann allmählich auf ein Detail zu zoomen.
Zum anderen regelt die Lumix den Focus nicht während der Video-Aufnahme nach. Ist das Bild zum Beispiel in der Totalen scharf und man schwenkt auf z.B. ein Detail im Vordergrund, so kann dieses unscharf sein. Da allerdings die Tiefenschärfe recht groß ist, fällt dieser Umstand in den meisten Situationen nicht weiter auf. Es ist beispielsweise problemlos, einen erst auf mich zu fahrenden und mich dann passierenden Skateboard-Fahrer stets scharf zu filmen.

Ich werde die Lumix sicherlich für meine youtube-Videos benutzen, da ich mit dem 4:3-Format meines älteren Camcorders nicht mehr so recht glücklich bin.

Zum Abschluss noch eines der ersten mit der Lumix aufgenommenen Test-Videos. Da die Qualität selbst nach dem Upload auf youtube sehr gut geblieben ist (volle Auflösung, keine weitere Nachbehandlung oder Konvertierung meinerseits), kann man sich selbst gut einen Eindruck von der Bild- und Tonqualität verschaffen. Das Video zeigt mein Gitarren-Solo des Songs Sultans of Swing von den Dire Straits.

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Seit einiger Zeit haben wir in unserem kleinen Homerecording-Studio eine Mini-PA und auch einige Scheinwerfer. Auf dem Beleuchtungssektor hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Zunehmend verdrängen LED-Leuchten die altbewährten PAR-Halogen-Scheinwerfer. Diese verfügen normalerweise über LEDs der Farben Rot, Grün und Blau, je nach Modell hat man vielleicht einige Dutzend oder gar über 200 solcher LEDs.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Man kann mit nur einer Leuchte fast jede erdenkliche Farbe erzeugen, indem man die drei Grundfarben nach den Gesetzen der additiven Farbmischung mischt. Außerdem verbrauchen die LEDs kaum Strom und erzeugen daher auch keine Hitze. Zudem ist die Lebensdauer einer LED extrem lang, so dass das regelmäßige Erneuern teurer Leuchtmittel entfällt. Dimmen ist durch die eingebaute Steuer-Elektronik direkt möglich, man muss also keine Dimmer-Packs mehr kaufen.

Die Nachteile der LED-Technik: Einige Farben (etwa Blau) sind über alle Zweifel erhaben, während etwa gelb oder Rot bei den Halogen-Spots wärmer wirken. Schaut man in eine LED-Leuchte, so sieht man speziell bei Leuchten mit wenigen starken LEDs keine homogene Farbfläche, sondern einzelne LEDs der drei Grundfarben. Hierdurch werden auch Farbübergänge bei Schattenrändern erzeugt.
Die konventionellen Spots sind außerdem in vielen Fällen doch deutlich heller – gegen einen 500- oder 1000-Watt-PAR-Spot haben nur LEDs mit extremer Power eine Chance, und diese kosten noch immer einige Euros mehr.

LEDs können leicht flackern, was durch die Schaltnetzteile der Steuer-Elektronik verursacht wird. Daher eignen sie sich unter Umständen nicht für Filmaufnahmen. Da alle Farben aus den drei Grundfarben gemischt werden, hat man niemals ein breites Spektrum, sondern nur drei einzelne Spektrallinien. Dies erzeugt in unserem Auge einen bestimmten Farbeindruck, welcher bei einer Kameraaufnahme jedoch deutlich anders wirken kann.
Einige LEDs gelten als kameratauglich, etwa TRI-LEDs, bei denen jeweils die drei RGB-LEDs hinter einer gemeinsamen Linse sitzen.

Was passiert aber nun, wenn man tatsächlich versucht, mit den LEDs zu filmen? Dies habe ich ausprobiert bei meinem letzten Youtube-Video, meiner Cover-Version des Dire Straits Songs Six Blade Knife.

Ursache für starkes Flackern

Ein erstes Problem wurde augenblicklich sichtbar: Auf dem LCD-Bildschirm der DigiCAM schien bei einigen Beleuchtungsszenen einer der drei Scheinwerfer nicht nur zu Flackern, sondern regelrecht zu pumpen, sprich sein Lichtkegel dehnte sich etwa 2 bis 3 mal in der Sekunde auf ein Vielfaches seiner Größe aus, ein Effekt, der mit dem menschlichen Auge in keinster Weise zu erkennen war. Dieses Pumpen trat nur auf, wenn der Scheinwerfer gedimmt war. Scheinbar flackerte er dann leicht mit einer Frequenz, die eine Interferenz mit der Frequenz der Videoaufnahme erzeugte.
Hierfür gab es aber tatsächlich eine Lösung: Der Effekt verschwand fast völlig, wenn man die Option Super Steady Shot der Sony-DigiCAM abschaltete. Dies ist eigentlich ein Sony-eigenes Verfahren zur Bildstabilisierung. Alternativ half es, einen Slow Shutter einzustellen, also eine Verschlusszeit von z.B. 1/30 Sek. Je länger diese Zeit wird, desto schemenhafter werden allerdings Bewegungen aufgezeichnet.

Insgesamt war es so möglich, das Video in akzeptabler Form zu filmen. Einige Farben wirken steriler als in Natura. Das fertige Ergebnis kann man hier betrachten:

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