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Auch den in einem der letzten Artikel vorgestellten Blu Ray Player LG BD 370 haben wir letztlich nicht behalten, obwohl er uns im Prinzip gut gefiel. Der Grund dafür war zum einen, dass der Preis beim Promarkt (199,- € im Angebot) viel zu hoch war, da der BD 370 derzeit nur regulär 168,- € bei Amazon kostet. Zum anderen wurde kürzlich mit dem LG BD 390 bereits ein Nachfolgemodell vorgestellt, welches die gleichen Fähigkeiten wie der BD 370 hat, zudem aber auch Medien-Dateien (Videos, Musik, Fotos) aus dem heimischen Netzwerk mittels Streaming wiedergeben kann. Diese Funktion erscheint mir recht sinnvoll, da abzusehen ist, dass man früher oder später die meisten seiner Dateien auf einer zentralen Festplatte (z.B. einer NAS-Platte) liegen hat und man auf diese von unterschiedlichen Räumen des Hauses zugreifen möchte, also z.B. den Spielfilm im Wohnzimmer sehen, die Lieblingssongs über die Stereoanlage oder den Desktop-PC im Arbeitszimmer hören oder die Fotos mit dem Notebook im Garten ordnen möchte usw.

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Der LG BD 390 sieht docht recht anders aus als der BD 370, das ganz nett aussehende erleuchtete “Rad” des 370 ist verschwunden. Insgesamt wirkt der Player in seinem flachen schwarzen Hochglanzlook recht elegant. Was mir nicht gefällt ist die Position des Eject-Buttons, nämlich ganz oben rechts (siehe Foto), während die Lade für Disks links ist. Wie der Vorgänger ist auch der BD 390 lüfterlos und insgesamt recht leise.

Die Bild- und Tonqualität sind – wie bei einem solchen Gerät zu erwarten ist – ausgezeichnet, auch das gelegentlich beim BD 370 von einigen Usern bemängelte Ruckeln bei bestimmten Bildszenen wie horizontalen Schwenks konnten wir bisher nicht beobachten. DVDs werden dank Upscaling in hervorragender Qualität wiedergegeben.

Die Streaming-Funktionen, die wahlweise über LAN-Kabel oder WLAN auf das heimische Netzwek zugreifen, werden durch ein übersichtliches Menü gesteuert. Auch die Wiedergabe von Dateien auf einem USB-Datenträger wurde verbessert, da es mit dem BD 390 nicht nur möglich ist, auf FAT32-formatierte Datenträger (USB-Sticks) zuzugreifen, sondern auch NTFS unterstützt wird, so dass auch aktuelle Festplatten mühelos erkannt werden.

Zu den unterstützen Formaten über Netzwerk und USB werden auf der Herstellerseite nur AVI, DivX, PNG, JPG und MP3 angegeben, er spielt aber auch MKV. Schade ist, dass WAV nicht zu den unterstützen Formaten gehört, da ich fast meine ganze Musik unkomprimiert als WAV auf der Festplatte habe. Außerdem wurden einige DivX-Varianten gar nicht oder ohne Ton (nicht unterstützter Codec, etwa bei LPCM) abgespielt.

Leider werden DVDs über Streaming oder USB nicht mit Menü-Struktur wiedergegeben, sprich der BD 390 greift direkt auf die VOB-Datei zu, so dass man kein Menü hat und nicht Kapitel direkt ansteuern kann. Dies ist allerdings etwas, was eh nur wenige Media-Player unterstützen.

Was allerdings extrem nervig ist und so natürlich gar nicht geht, ist der Umstand, dass derzeit die Sprachauswahl einer von USB oder Netzwerk abgespielten (also gerippten) DVD nicht funktioniert. Mit der Audio-Taste der Fernbedienung kann man normalerweise durch die Sprachspuren der DVD zappen, doch werden diese nichtmals angezeigt. Bei vielen DVDs hat man daher nur den englischen Originalton und kann diesen nicht auf deutsch schalten (!!) , andere DVDs bleiben dagegen ganz ohne Ton und bei einer DVD mit einem Live-Konzert, welches wahlweise in stereo LPCM oder DTS 5.1 wiedergegeben werden kann, hört man nur Sound-Müll. Wie in diversen Foren zu lesen ist, haben dieses Problem alle User. Beim Vorgänger, dem BD 370, klappte dies übrigens problemlos.

Von den Problemen mit der DVD-Wiedergabe abgesehen ist die Netzwerk-Streaming-Funktion ganz nett, meine PCs und deren freigegebene Ordner werden direkt erkannt, ohne dass ein USPN-Server laufen muss.

Die unheimliche Begegnung der dritten Art – Die LG-Hotline

Ich habe also die Hotline von LG bemüht, um zu erfahren, ob und wann mit einem kommenden Firmware-Update das Problem gelöst wird. Der Hotliner schien jedoch von diesem Problem noch nie gehört zu haben. In der Tat scheint man bereits nach kurzem Stöbern in einigen Internet-Foren mehr über die diversen Bugs des LG BD 390 zu wissen als die LG-Support-Mitarbeiter. Ein Armutszeugnis! Er schlug vor, dass man das Gerät zu LG einschickt (obwohl es doch offensichtlich ist, dass es sich um ein allgemeines Problem der Software handelt).

Der Hotliner nahm letztlich meine Daten auf und versprach, ich würde von einem Techniker innerhalb der nächsten 2 Tage zurückgerufen werden. Vielleicht könnte LG mal darüber nachdenken, gleich technisch geschulte Mitarbeiter an ihre Hotline zu setzen. Der Rückruf blieb übrigens bis heute (Tag 6 nach Anruf) aus…

Youtube

Wie schon der BD 370 kann auch der Youtube-Videos direkt wiedergeben, was hin und wieder doch recht nett ist. Man kann sich mit seinem Youtube-Account einloggen, so dass man direkten Zugriff auf seine Favoriten hat. Allerdings kann man weder Videos bewerten noch Kommentare verfassen. Kommentare können nichtmals angezeigt werden. Übel ist, dass ich einen deutlichen Versatz (vielleicht eine halbe bis ganze Sekunde) zwischen Bild und Ton feststellen muss. Die gleichen Videos sind über den PC einwandfrei. Dazu muss ich auch gleich mal den Techniker befragen, wenn denn dieser mich zurückruft ;)

Fazit

Als Blu Ray Player selbst ist der BD 390 OK, die Streaming/USB-Möglichkeiten wirken jedoch vom Ansatz zwar gut, jedoch noch technisch völlig unausgereift. Somit fragt man sich, wofür man also etwa 100,- € mehr gegenüber dem BD 370 bezahlt, welcher sogar einige der angesprochenen Probleme nicht aufwies.

Theoretisch könnten die Probleme schnell mittels Firmware-Ipdate gelöst werden, allerdings weist die Reaktion der Hotline eher darauf hin, dass dies Waiting for Godot gleichkommen mag.

Mehr Informationen über den BD 390 findet man hier bei Amazon:

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Wie viele andere liebäugelte ich schon seit einiger Zeit mit der Anschaffung eines Blu Ray Players, um in den Genuss hochaufgelöster Videos zu kommen. Angesichts immer größer werdender Regale mit Blu Ray Disks in den Regalen der Geschäfte und gleichzeitig fallender Preise für die Player war es nun kürzlich so weit. Eigentlich suchte ich einen Media Player, also ein Gerät, um Musik, Videos und Fotos von USB-Festplatten oder über (W)LAN abzuspielen. Hierzu kamen diverse Geräte in Betracht, die all ihr Für und Wider hatten. Dann stieß ich jedoch in der Werbung eines Elektronik-Markts auf die Beschreibung eines aktuellen Blu Ray Players, welcher ebenfalls einen USB-Port und einen LAN-Port hatte. Das wäre doch die Zwei-Fliegen-mit-einer-Klappe-Lösung: Ein Blu Ray Player für Blu Ray Wiedergabe, der gleichzeitig die Aufgabe des Media Players übernehmen kann.

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Der Samsung BD P1600

So kam ich nach dem nächsten Einkaufsbummel mit einem Samsung BD P1600 nach Hause. Dieser besitzt gar zwei USB-Ports (Vorder- und Rückseite) und einen LAN-Anschluss für ein Netzwerkkabel und ist zudem WLAN-Ready, was bedeutet, über einen USB-WLAN-Stick bekomme ich WLAN-Zugang. Der Verkäufer versicherte mir, dass der Player die von mir gewünschten Aufgaben bewältigt.

Zu Hause habe ich das Gerät dann gesichtet und näher untersucht: Der P1600 wirkt sehr elegant und ansprechend, die Touch-Buttons und das Front-Panel sahen sehr gut aus. Der Anschluss an die Umgebung über HDMI und Digital Audio (TOS-Link) war problemlos, so dass ich direkt die erste Blu Ray Disk starten konnte. Gleich fiel auf, dass der Samsung neben dem leisen Surren des Laufwerks selber noch einen weiteres Geräusch produzierte, da er einen Lüfter hat. Das Bild und der Ton waren voll überzeugend, wie zu erwarten war.

Nun ging es daran, den Samsung BD P1600 auf seine Fähigkeiten als Media Player zu testen: Der USB-Stick wurde direkt erkannt und mittels Menü hat man Zugriff auf die dort enthaltenen Dateien. Als erste versuchte ich es mit Musik: die MP3s liefen problemlos, doch leider zeigte er all meine WAV-Dateien (ich mag Musik unkomprimiert) erst gar nicht an, was für mich ein gravierendes Minus war. Fotos zeigt er nur im JPEG-Format an, welches anderseits das wichtigste Format ist. Dann kam Video: Auf dem USB-Stick war ein gerippte DVD, und auch diese zeigte er erst gar nicht an, sprich die Wiedergabe einer DVD von einem USB-Datenträger ist nicht möglich (nur AVI /DIVX-Dateien). Apropos Datenträger: All meine USB-Festplatten wurden nicht erkannt! In der Bedienungsanleitung stand etwas im Sinne von “übergroße Festplatten werden unter Umständen nicht richtig erkannt”. Allerdings waren alle von mir getesteten Festplatten sicherlich nicht übergroß (was immer das heißen mag), sondern hatten gerade mal 160 bis 500 GB. Die Lösung war, dass der Samsung nur mit FAT32 formatierte Medien erkennt, nicht aber solche, die mit NTFS formatiert sind, was aber wiederum Standard für Festplatten ist.

Der nächste Flop war der LAN-Zugang: Es stelle sich heraus, dass dieser ausschließlich dazu gedacht ist, BD Live zu empfangen, ein Dienst, mit dem man Zusatzinfos und Bonus-Material zu den Filmen aus dem Internet anzeigen kann. Das gleich gilt für WLAN, was übrigens nur mit einem speziellen USB-WLAN-Stick von Samsung möglich zu sein scheint (welcher auch nur 69,- Euro kostet ;)

Fazit: der Samsung BD P1600 ging zurück zum Händler.

Einige Recherche bracht anschließen heraus, dass die meisten Blu Ray Player ebenfalls USB und LAN haben, aber auch sie die angesprochenen Probleme in gleicher oder ähnlicher Form aufweisen. Dummerweise vermissten wir nun die Möglichkeit, Blu Ray zu schauen. Also musste eine andere Lösung her. Nachdem wir diverse Media Player studiert hatten und schon statt dessen die Anschaffung einer Playstation 3 erwogen hatten (wobei wir überhaupt keine Computer-Spieler sind und es auch nicht werden wollen), versuchten wir es doch noch mal mit einem Blu Ray Player: dem LG BD 370.

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Der LG BD 370

Dieser wirkt mit seinem blau beleuchteten Control-Rad ebenfalls optisch ansprechend, hat ebenfalls USB (allerding nur vorne hinter einer Klappe) und LAN-Anschluss. Bild und Ton sind ebenfalls überzeugend, die in einigen Foren bemängelten Ruckler traten bisher zum Glück nicht auf (vielleicht half die aktuellere Firmware). Als Media Player ist er aber deutlich besser. Er spielt zwar ebenfalls kein WAV, kann aber zumindest DVD vom USB-Stick wiedergeben (wenngleich ohne Menüstruktur). Die Bildschirmmenüs sehen außerdem wesentlich besser aus. Auch er kann über LAN nicht wirklich Dateien aus dem Netzwerk streamen, dafür kann man als Bonus Youtube-Videos browsen und schauen, er hat keinen Lüfter, und schließlich war er preisgünstiger.

Wer sich für eins dieser Geräte interessiert, findet weitere Informationen über die folgenden Amazon-Links.

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