Archiv für die Kategorie: “Sonstiges”



waveboard-1Tim bekam zu seinem letzten Geburtstag ein Waveboard – dieses neuartige Skateboard, auf dem man auf nur zwei Rädern balanciert und sich durch Körperdrehung in s-förmigen Wellenlinien voranbewegt. Ich gebe zu, dass auch ich gleich von diesem Gerät fasziniert war und eine gewisse Lust verspürte, mich ebenfalls darauf zu versuchen. Allerdings habe ich es sonst gar nicht mit rollenden, Balance erfordernden Fortbewegungsmitteln (vom Fahrrad mal abgesehen) – ich kann also weder Rollschuh, Inline-Skater, Schlittschuh noch Skateboard fahren. Dementsprechend wirkten meine ersten Probeversuche mit dem Waveboard – einfach mal in der Wohnung draufstellen und sich dabei irgendwo festhalten – wenig ermutigend.

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Durch Drehen des Körpers treibt man das Waveboard in Schlangenlinien an

Als Tim dann aber eine Woche auf Klassenfahrt war, ergab sich ganz natürlich die Gelegenheit, das Ganze intensiver in aller Ruhe auszuprobieren. Meine Frau hatte ebenfalls der Ehrgeiz gepackt und sie schaffte es bald, sich die ersten Meter abwärts rollend auf dem Waveboard zu halten. Auch mir gelang dies dann nach einigen Versuchen: Es ist wie beim Fahrrad – im Stehen fällt es um, während der Fahrt bleibt es von allein im Gleichgewicht. Daher sollte man die ersten Meter einen seichten Hang abwärts versuchen. Ist man nicht alleine, kann man auch auf dem Waveboard stehend einer zweiten Person beide Hände reichen, damit man man zunächst Halt hat, und sich dann langsam seitlich ziehen lassen. Dabei kann man versuchen, die Hände loszulassen, um das Gleichgewicht zu finden. Hat man Angst oder verspürt Unsicherheit, kann man jederzeit die Hände wieder ergreifen.

Diese erste Hürde – das Stehen im Gleichgewicht bergab – war also relativ schnell genommen. Etwas schwerer gestaltete sich nun das Vorankommen bei ebener Straße. Das Waveboard ist “self-propelled” – wird also durch die eigene Bewegung angetrieben, ohne dass man wie beim normalen Skateboard sich immer wieder mit einem Bein vom Boden abstößt, um Schwung zu bekommen. Dies funktioniert durch die leichte Vorwärtsneigung der von der Seite gesehen schräg montierten Achsen in Verbindung mit dem elastischen Torsionsstab, der die vordere und hintere Hälfte des Boards verbindet.

Man muss nun den ganzen Körper seitlich hin und her drehen, wodurch man sich in Schlangenlinien fortbewegt. Am Anfang war dieser Vorgang sehr anstrengend und ich bekam kaum einen Vorwärtsimpuls. Während das Ganze bei Tim bereits völlig mühelos wirkte, kämpfte ich mich ruckartig in eher eckig wirkenden Bewegungen voran. Es bedurfte einiger Zeit, bis sich diese Bewegungen nach und nach glätteten und rundeten. Dadurch wurde das Fahren immer müheloser. Tatsächlich stammt die Bewegung meiner bisherigen Erfahrung nach nicht von einem bestimmten Ausgangspunkt des Körpers, sondern alle Körperteile – Füße, Beine, Hüfte, Rumpf und Schultern sind gleichermaßen beteiligt. Dadurch kommt es bei richtiger Technik auch nicht mehr zu Muskelkater oder Erschöpfung einzelner Muskeln.

Diese Bewegung entspricht im verblüffenden Maße einer Grundbewegung, die ich vor Jahren beim Qigong (genauer gesagt eine der Grundbewegungen das Chan Mi Qigong) oder Tai Chi kennengelernt habe. Hier kam es ebenfalls auf das entspannte, runde Bewegen des ganzen Körpers an. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Entspannung und das Loslassen – nicht mit Kraft arbeiten, sondern die Entfaltung der Bewegung einfach zulassen. So ausgeführt wirkt das Waveboard-Fahren schnell entspannend und in natürlicher Weise belebend – die Art der Bewegung mobilisiert den Fluss des Qi’s, wie es in der traditionellen chinesischen Medizin heißt. Daher bezeichne ich es in der Überschrift als Qigong-Maschine.

Wir haben mittlerweile alle drei ein eigenes Board und machen damit regelmäßig Ausflüge, bei denen wir etliche Kilometer beuspielsweise an der Ruhr entlang fahren. Oder wir drehen einige Runden direkt in unserer Straße oder Sonntags auf einem leeren Parkplatz.

Das Waveboard gibt es übrigens in verschiedenen Ausführungen, wobei mir das Original von Streetsurfing wesentlich besser gefiel als preisgünstigere Alternativen. Nähere Infos finden sich unter dem folgenden Amazon-Link:

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    samsung-s5230Eigentlich wollten wir für Tim (unseren 12-jährigen Sohn) nur ein Handy kaufen, nämlich das LG KP500 – das schicke Touchscreen-Design hatte es ihm angetan, welches dann auf Prepaid-Karte laufen soll. Und als wir neulich in Köln shoppen waren, ist es dann passiert: Beim Media-Markt schauten wir uns dieses Handy an und es sah tatsächlich recht cool aus. Als wir jedoch den uns anquatschenden Verkäufer dazu befragten, bemerkte dieser, dass er zu einem absoluten vergleichbaren (eher besseren) Modell von Samsung – nämlich das Samsung S5230 – uns einen besonderen Deal anbieten könne: Schließt man einen Vertrag mit Debitel/Vodafone ab (mindestens 24 Monate, Grundpreis 9,95 € pr Monat) , so bekommt man das Handy für 1,- € (soweit nichts Besonderes), für die ersten 18 der 24 Monate allerdings übernimmt der Media-Markt die Grundgebühr, so dass man letztlich nur die letzten 6 Monate der 2 Jahre (also knapp 60,- €) selber bezahlt. Hinzu kam dann letztlich doch noch ein weiterer Euro pro Monat für irgendwelche Schnickschnack-Optionen wie freie Klingeltöne usw. der sich nicht umgehen ließ, aber auch dann zahlt man mit ca 84,- € deutlich weniger als die 156,-€, die das Handy allein schon wenigstens kostet.

    Und die Verbindungskosten bei diesem Vertrag? Seien egal, meint der Verkäufer, man könne die SIM einfach 2 Jahre in die Schublade legen und das Handy stattdessen mit jeder beliebigen Prepaid-Karte nutzen.

    Wir haben dann zunächst mal unseren Einkauf fortgesetzt und dabei erst einmal beim Media-Markt die ausgestellten Laptops dazu missbraucht, nach dem Handy zu googeln, wobei wir aber die guten Bewertungen bestätigt fanden. Letztlich haben wir keinen erkennbaren Haken gefunden und uns daher auf diesen Deal eingelassen. Wir mussten tatsächlich nur 1,- Euro für das Handy bezahlen und dazu bekamen wir vom Media-Markt an der Kasse Kassenbons über eine Gutschrift von insgesamt 180,- €. Mit diesen Bons mussten wir wieder zum Handy-Verkäufer (genauer gesagt ein Debitel-Mitarbeiter), der vor unseren Augen damit den Vertrags-Acount auf 180,- € auflud. Ach ja, eine Bedingung gab es noch: Man muss das Handy wenigstens einmal alle 3 Monate benutzen (ein Gespräch oder einen SMS), da sonst eine Nichtnutzungs-Gebühr von 3,- € fällig würde. Anderseits beinhaltet der Tarif 30 Freiminuten (ins Vodafone- oder Festnez) oder Wahlweise 30 Frei-SMS.

    Das Handy läuft nun mit einer Prepaid-Karte von Congstar und die Vodafone-SIM liegt im Schrank. Am besten gleich schon mal kündigen, nicht dass man das nachher noch vergisst. Ich schätze, darauf – oder dass man einfach aus Bequemlichkeit dabei bleibt – zielt letztlich die Strategie von Debitel/Vodafone ab, mag sein, dass es sich bei einer großen Anzahl an Kunden insgesamt lohnt. Zudem ist so ein Handy im Einkauf ja auch wesentlich günstiger als der Endkundenpreis. Oder es gibt doch noch einen versteckten Haken, aber wenn ein solcher letztlich sich zu erkennen gibt, liefert er schon wieder Stoff für einen weiteren Blog-Artikel, so stay tuned :)

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      forrest-gumpForrest Gump – ein Film über einen Idioten mit einem IQ von 75 und wie er das Leben meistert – war ein Film, von dem ich wenig erwartet hatte, der mich dann aber doch gleich begeisterte. Seit dem zähle ich Forrest Gump zu meinen persönlichen Helden (ich verfüge sogar über eine stattliche Anzahl an Forrest-Gump-Zitaten zum gelegentlichen In-Die-Runde-Werfen). Warum? Möchte ich vielleicht auch ein Idiot sein, oder was?

      Tatsache ist, dass – vom niedrigen IQ einmal abgesehen – Forrest Gump uns vormacht, wie man leben und handeln sollte. Selbst viele der etwa vom Zen-Buddhismus angestrebten Wesenmerkmale auf dem Weg zur Erleuchtung lebt Forrest Gump uns vor wie kaum ein anderer.

      Kürzlich stieß ich sogar auf ein Buch namens Das Forrest-Gump-Prinzip von Renate Schmidt, welches sich gerade dieser Eigenschaften und Lebensweise widmet. Diese sind im Einzelnen:

      • Einfachheit des Denkens: Dinge so sehen, wie sie sind, ohne sie durch erworbene Konzepte gefiltert wahrzunehmen
      • Durchhaltevermögen: Dinge bis zum Ende durchziehen
      • Klarheit des Handelns: geradliniges, effektives Handeln
      • Konzentration auf eine Sache: Wie ein Zen-Meister sagte: “Wenn ich esse, dann tue ich nichts als essen, wenn ich schlafe, dann schlafe ich.” Wenn Forrest Gump läuft, dann läuft er, wenn er Pingpong spielt, dann spielt er nur Pingpong.
      • Kein Streben nach persönlichem Erfolg: Ehre und Ruhm mögen angenehm sein, doch müssen sie von selbst kommen, ohne dass man danach strebt.
      • Authentizität: Immer man selbst bleiben, nie vorgeben, anders zu sein als man ist.

      Eine weitere Aussage des Films übrigens: Wenn man derart lebt und handelt, stellt sich Erfolg quasi als Nebenprodukt von selbst ein. Nicht nur Forrest-Gump wird so zum Millionär, zum Träger der Ehrenmedaille, zur Berühmtheit, auch unser Leben wandelt sich automatisch zum Guten, wenn man nur “unmittelbar “und aufrichtig handelt.

      Einige Zitate:

      Lt. Dan: “Um Geld müssen wir uns nie mehr Sorgen machen.” – Forrest Gump: “Das ist gut, eine Sorge weniger.”

      Lt. Dan: “Ich war jemand, ich war … Lieutenant Dan.” – Forrest Gump: “Sie sind doch immer noch Lieutenant Dan.”

      “Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt.”

      “Dumm ist, wer Dummes tut.”

      Hier ein Direkt-Link zu Amazon mit weiteren Informationen über das besagte Buch:

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        Ich gebe ja zu, ein riesiger Fan von Bernd dem Brot zu sein. Einen Kastenstuten als Fernsehheld zu konzipieren, dessen analytische Griesgrämigkeit an legendäre Zeiten des Mülltonnen-Oskars der Sesamstraße erinnert, ist schon schlichtweg genial.

        Wer KIKA per digitalem Satellit empfängt, kennt vermutlich die nach Sendeschluss als Endlosschleife laufende Episode mit Bernd im aus der Matrix bekannten weißen Nichts. Wer sie nicht kennt oder nur so mal wieder sehen will, kommt zunä¤chst hier auf seine Kosten:

        Seit einiger Zeit läuft stattdessen eine neue Episode, nämlich “KIKA sucht das Superbrot”, in dem Bernd wieder als unfreiwilliger Star agiert. Hier als ersten und zweiten Teil:

        Teil1:

        Teil2:

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          Die Sendung Frauentausch auf RTL2 ist sicherlich fast jedem ein Begriff: Für 10 Tage tauschen zwei Frauen ihr Leben samt Familie und Umfeld, wobei alle Höhen und Tiefen dieser Erfahrung von der Kamera dokumentiert werden.

          Davon abgesehen, dass die Sendung mitunter recht kurzweilig und unterhaltsam ist, möchte ich hier einmal eine Lanze für sie brechen, da sie meiner Meinung nach Einblicke einerseits in die menschliche Psyche und anderseits in die Mechanismen und Prinzipien der aktuellen Fernsehuntehaltung bietet wie kaum ein anderes Format. Klar, auch Reaktionen auf Extremsituationen etwa in einem Jungle-Camp können aufschlussreich und unterhaltsam sein, doch gerade im Familienbereich werden fundamentale Einstellungen, Sichtweisen und Reaktionsmuster und die individuellen diesbezüglichen Unterschiede extrem deutlich. Gerade Pädagogen und Lehrer, die ja mit Menschen aus allen Schichten und Gruppierungen konfrontiert sind und mit diesen arbeiten müssen, können hier wertvolle Einsichten in die Ursachen für tiefverwurzelte Verhaltensmuster ihres Klientels gewinnen.

          Schule und Lernen in verschiedenen Elternhäusern

          So stellt man schon nach dem Studium nur weniger Folgen fest, dass gerade hinsichtlich Erziehung und der Einstellung des Elternhauses gegenüber Schule und Lernen gewaltige Unterschiede zu verzeichnen sind. Klar, dass ein “besseres Elternhaus” mehr Wert auf Bildung legt, hätte man sicherlich auch so vermutet, doch bekommt man anderseits auch Eltern von “ganz unten” zu Gesicht, für die Schule sehr wichtig zu sein scheint. Allerdings finden sich fast immer gravierende Unterschiede in der Herangehensweise an die Förderung des eigenen Nachwuchses: Während durchaus auch einfach gestrickte Mitmenschen ihre Kinder regelmäßig zum Lernen zwingen und manchmal – scheinbar meist die Mütter und nur selten die von der Maloche oder der Play Station gestressten Väter – auch mit ihnen gemeinsam pauken (so möchte ich mal dieses sturre Abfragen bezeichnen im Sinne von “Wenn du zwölf mal sechs Dinger hast, na, wieviel hast du dann?”) , gehen Intelektuelle häufig ganz anders an diese Aufgabe heran: Sie basteln mit ihren Kindern oder gehen mit ihnen durch den Wald spazieren und erklären ihnen beiläufig Dinge, die die Kinder gerade dabei wissen wollen oder interessant finden. Dieses “natürliche” Lernen befriedigt die angeborene Lernbereitschaft und Neugier von Kindern, die das Wissen wie ein Schwamm begierig aufsaugen. Außerdem finden gerade durch derartige Tätigkeiten Kinder zu einer Ausgeglichenheit, die überhaupt Lernen erst ermöglicht.

          frauentausch

          Werden diese Woche in Frauentausch wieder Tränen fließen?

          So sieht man regelmäßig intelektuelle Mütter, die in der Gastfamilie der Plattenbausiedlung in Wanne-Eickel geradezu missionarisch mit den normalerweise vor der Glotze hängenden Kleinkindern mit Fingerfarben malen, um dem einheimischen Familienvater zu demonstrieren, was bei seiner Familie im Argen liegt. Dabei ist leider all zu oft eine gewisse Arroganz und ein von oben herab Behandeln seitens der sich intellektuell überlegen fühlenden Tauschmutter zu beobachten.

          Die Rollenverteilung bzgl. intelektuell über- und unterlegen stellt sich fast immer direkt auf Anhieb ein. Ein Punkt, in dem die Auffassungen oft extrem auseinander gehen, ist übrigens immer wieder die Hygiene. Da ekelt sich die eine über die Flecken in dem ihr zugewiesenen Bett, da verkündet die andere, wie wichtig ihr Sauberkeit sei, während der Siff von ihren Küchenschränken herabzutropfen beginnt. Es scheint allerdings keine direkte Relation zwischen Sauberkeitsanspruch und Intellekt zu geben: so sieht man gleichermaßen die siffige Bollerschlampe wie die scheinbar nur in esoterischen Welten jenseits des normalen Alltags schwelgende Reiki-Lehrerin.

          Leider bekommt man auch etliche Eltern zu Gesicht, die offensichtlich Null Bock auf ihre Kinder haben und nur von “Party machen” oder “mal Ruhe haben müssen” reden (nachdem sie sich den ganzen Nachmittag vor ihrer Play Station mental auf die für vermutlich den folgenden Tag anstehende Arbeitssuche vorbereitet haben ;) ). Natürlich gibt es aber auch in ärmlichen Verhältnissen lebende Eltern, denen ihre Kinder tatächlich am Herzen liegen. Leider ist hier oftmals eine totale Hilflosigkeit das Problem. Man scheint zu denken, dass durch gezwungenes Lernen die schulischen Leistungen der Kinder zu verbessern seien und wundert sich, dass die gestresst wirkenden Kinder daran weder Interesse zu haben scheinen noch mit spürbaren Lernzuwachs gesegnet sind.

          Arroganz und Unfähigkeit

          Bei den intellektuell Überlegenen, besonders bei den nennen wir sie mal Halbintellektuellen, ist wie gesagt häufig eine Form von Arroganz zu beobachten. Was fehlt ist was im Buddhismus als Mitgefühl bezeichnet wird: Statt sich über die offensichtlichen Probleme und Mängel anderer zu erheben, ist man doch gerade als Intellektueller verpflichtet, hinter die Dinge zu sehen und die Mechanismen wie Unsicherheit, Hilflosigkeit, schwere eigene Kindheit usw. zu erkennen, die dazu führen, dass manche Menschen nur so leben können, wie sie halt leben.

          Erkenntnisse für Lehrer und Pädadgogen

          Für mich als Lehrer helfen derartige Szenen zu verstehen, warum viele Kinder an unseren Schulen sich derart schwer tun. Letztlich scheint ein großer Teil der Kinder “energetisch gestört” zu sein (um hier mal den aus der traditionellen chinesischen Medizin stammenden Ansatz zu zitieren, bei dem sämtliche Störungen der Gesundheit bzw. des mentalen Optimalzustandes als Störungen im Fluss der Energie interpretiert werden). Ursachen sind die bedrückenden und naturfernen Lebensumstände im zu Hause der Kinder bzw. das Vorbild der ebenfalls energetisch gestörten Eltern. Eine Atmosphäre, die von gegenseitiger Achtung und Gleichberechtigung (jawohl, ich meine durchaus zwischen Eltern und Kindern als gleichberechtigte Familienmitglieder zumindest hinsichtlich gewisser Dinge) scheint unter deutschen Dächern selten zu sein, ebenso scheint eine gesunde Ernährung, bei der tatsächlich mal etwas der Natur Entstammendes gegessen wird, vielerorts unüblich zu sein (wobei manche doch tatsächlich meinen, dass das, was aus einigen Konserven und Gewürzmischungen zusammengebraut wird, gesund sei, da es zumindest nicht das an anderen Tagen verschlungene Fertig-Fast-Food ist).

          All das Gerede über die schlechten Ergebnisse irgendwelcher Pisa-Studien geht meist an den eigentlich Ursachen vorbei, die nämlich meiner Erfahrung nach nur bedingt in der Schule zu suchen sind, sondern stattdessen vielmehr in der gerade beschriebenen heimischen Lebenswirklichkeit der Kinder.

          Was kann man also tun? Als Eltern gibt es nichts Wichtigeres und Entscheidenderes, als Zeit für die Kinder zu haben und ihnen entspannte Aufmerksamkeit zu widmen. Übrigens werden dadurch selbst die “schlimmsten” Kinder am ehesten ruhig und ausgeglichen, so dass auch die Eltern überhaupt zu dieser entspannten Geisteshaltung gelangen können. Bei derartig aufwachsenden Kindern klappt das mit der Schule dann vermutlich ganz von allein, wenn letztlich doch nicht, gehen die Kinder vielleicht aufgrund der Vorstellung, man könne fehlendes Potential durch entsprechenden Fleiß stets kompensieren, einfach auf die falsche Schulform, auf der sie überfordert sind. Schließlich kann nicht jeder Abitur machen, manchen liegen halt andere Dinge mehr.

          Auch als Lehrer ist es wichtig, durch die eigene Ausgeglichenheit ausgleichend auf diese Kinder zu wirken und an ihnen das vorzuleben, was es im Elternhaus nicht zu geben scheint.

          Unser Fernsehen

          Nun aber wieder zurück zu Frauentausch, schließlich hatte ich oben noch von möglichen Einsichten in die Wirkungsweise moderner Fernsehunterhaltung gesprochen. Zunächst entscheidet ja RTL2 darüber, welche zwei Mütter tauschen, welche zwei Welten also aufeinander prallen sollen. Dadurch wird versucht, gängigen Klischees zu entsprechen bzw. diese zu schüren. Da man außerdem ja nicht die ganzen 10 Tage gezeigt bekommt, sondern nur kurze Ausschnitte, wählt RTL2 natürlich bewusst aus, welche Reaktionen die Nation zu Gesicht bekommt und welche nicht. Allein hierdurch kann künstlich entweder ein solcher oder vielleicht gar ein gegenteiliger Eindruck erzeugt werden.

          Man frage sich auch, welche Auswirkung das Zurschaustellen auf die vielleicht bisher innerhalb ihres beschränkten Horizonts einigermaßen zufrieden vor sich hinlebenden Tauschmutter oder ihre Familienangehörigen haben mag, nachdem öffentlich demonstriert wurde, wie naiv, ungebildet, siffig, eklig, faul, unmenschlich oder abartig sie in den Augen anderer sind. Aber natürlich ist gerade diese Form von Voyeurismus das Geheimnis all dieser Serien: Der Zuschauer möchte keine Harmonie und keine Lösung von Konflikten sehen, sondern am liebsten das unbarmherzige Aufeinanderprallen, am besten mit der psychischen Vernichtung des Schwächeren, was hier von RTL2 mitunter elegant zelebriert wird.

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          Crepes, wer mag die nicht? Diese hauchdünnen Pfannekuchen mit eingefaltener Fllung – etwa Nutella, Apfelmus, Herzhaftes, Obst … – Rezepte gibt es wohl genug. Zumindest Tim liebt sie über alles. Will man Crepes selber machen, so braucht man dazu ein spezielles Gerät, was dem der Profis ähnlich ist und im Fachhandel erhältlich ist, z.B. dieses von Amazon:

          Schaut man näher hin, stellt man allerdings fest, dass 34 cm nicht gerade groß für Crepes ist und dass 79,98 € auch nicht wirklich ein  Preis ist, bei dem man am liebsten sofort zugreifen möchte ;)

          Geht das nicht auch billiger? Geht es! Es gibt doch überall diese “Partypfannen”, sehen aus wie eine große Pfanne mit einem Stromkabel dran. In einer solchen macht sich Tim seit einiger Zeit seine Crepes selbst, und das klappt wirklich hervorragend. Die Pfanne ist im Nu heiß, lässt sich leicht reinigen (einfach auswischen, in die Spülmaschine kann sie allerdings nicht), und dank der stufenlosen Wä¤rmeregulierung gelingt jeder Crepes so, wie man ihn möchte. Und als wir dann noch irgendwo für wenig Geld solch einen Holzverstreicher gefunden haben, sah Tim beim Crepe-Machen auch noch aus wie ein Profi.

          Wer nicht selber lange suchen und vergleichen will, nimmt am besten gleich diese von Amazon. Mit 40cm Durchmesser, Antihaftbeschichtung, 1500 Watt und 2 Jahre Garantie kann man bei dem Preis wohl nichts falsch machen. Ach ja, für ihren eigentlichen Zweck, Dinge bei Parties warm zu halten oder solche darin zuzubereiten, eignet sie sich natürlich auch noch :)

          Unser Crepe-Rezept findet man hier .

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