Archiv für die Kategorie: “Computer”
 Das X110 Netbook von LG
An unserer Schule – ich arbeite als Lehrer – liefen in letzter Zeit etliche Kollegen mit einem neuen Netbook auf, also einem Mini-Notebook mit meist 10″ Bildschirmdiagonale. Gerade für Lehrer ist ein solches Gerät natürlich enorm praktisch: Es kann fast alles, was ein Notebook kann, passt aber bequem mit in die Schultasche, ohne dass man eine zweite Tasche schleppen müsste oder Angst haben muss, beim Anecken mit der Tasche das teure Notebook zu zerstören. Seit letzter Woche bin auch ich Besitzer eines solchen Teils.
Auf dem Markt tummeln sich etliche Geräte mit scheinbar gleicher Ausstattung: Ein Standard in der Preisklasse von knapp 400,- Euro scheint ein Intel Atom CPU, 1 GB RAM, 160 GB Festplatte und 10 Zoll TFT Dsiplay zu sein. Da gerade in dieser Woche bei Saturn das LG X110 mit dieser Ausstattung für 379,- € im Angebot war und mir der Verkäufer versicherte, dass es alles hätte, was die Konkurrenz bietet, habe ich gleich dieses kurzentschlossen erworben. Heute, eine Woche später, halte ich ein ASUS Eee PC 1000H in der Hand, sprich das LG ging zurück zu Saturn (ein dickes Plus für Saturn: die Rückgabe gegen Bargeld war völlig problemlos). Warum? Was gab es für Schwachstellen, die mich zu diesem Schritt veranlasst haben?
 Das ASUS Eee 1000H - für mich das bessere Netbook
Das X110 ist ein ausgesprochenes Leichtgewicht (1,2 kg) und zudem entsprechend flach. Schön. Nicht ganz schlüssig war ich bezüglich der Farbe: es wurde in weiß mit schwarzer Außenseite (für das ich mich entschied) oder in ganz weiß angeboten, ansonsten hätte ich wohl eher eine dunkle Ausführung gewählt.
Der erste Minuspunkt war die entsetzliche Soundqualität der eingebauten Lautsprecher. Klar, bei dieser Größe erwartet man weder Hifi noch satte Bässe, aber dieser schrille, auschließlich aus Höhen bestehende Sound kam mir schon sonderbar vor. Laut Verkäufer wäre es normal, stimmt aber nicht, das Asus klingt wesentlich besser.
Meine Kollegen haben bei ihren Netbooks Bluetooth entweder integriert, oder aber (beim Medion) sie müssen einen Mini-USB-Bluetooth-Stecker einstöpseln. Ich war mir nicht sicher, ob das LG X110 überhaupt Bluetooth hat. Auf der Packung stand nichts dazu (ohnehin stand da kaum was) und das Handbuch war schlicht nicht vorhanden: kein Papier-Handbuch, kein Software-Handbuch installiert. Statt dessen war es auf einer beigelegten CD. Da Netbooks aber kein CD-Laufwerk haben, kommt einem dieser Umstand schon etwas merkwürdig vor. Ohne externes CD-Rom-Laufwerk geht hier also nichts. In diesem Handbuch fand ich nur, dass Bluetooth optional ist und daher nur in manchen Modellen installiert ist. Im X110 ist es jedoch definitiv nicht.
Was mir mehr Kummer bereitete, war die Tatsache, dass einige Hersteller ihre Modelle mit einem 6-Zellen-Akku, andere mit einem 3-Zellen-Akku ausrüsten. Dies war die Erklärung für das leichte Gewicht; es war halt nur ein 3-Zeller, und Akkulaufzeit ist vielleicht das wichtigeste Merkmal für viele Anwender.
Als ich dann noch in einem Forum las, dass beim X110 das RAM on-board ist, also fest auf dem Motherboard verlötet und somit nicht austauschbar bzw. erweiterbar ist, hatte ich genug und brachte es zurück.
Hätte ich mal gleich das Asus genommen, das in einigen Tests sehr gut abschnitt, wobei gerade hohe Akkulaufzeit ein Plus des Asus zu sein scheint. Dummerweise war das Asus Eee 1000H bei Saturn deutlich teurer (429,- €). Bei Amazon war es dagegen für 399,- zu haben (leider gehöre ich nicht zu den geduldigsten Zeitgenossen, wenn ich etwas will, dann am liebsten sofort . Zum Glück schaute ich daher noch bei Karstadt vorbei: ebenfalls 399,- €, in weiß oder schwarz, gleich zum Mitnehmen
Das Gewicht ist mit 1,45 kg gegenüber 1,2 kg etwas größer alm beim LG X110, dafür ist jedoch das Netzteil deutlich kleiner und leichter (das wird man ja auch in der Tasche mitschleppen). Beim LG X110 war das Netzkabel zudem eine dreipolige Variante mit dickem Stecker mit Massekontakt (obwohl das Kabel vom Netzteil zum Netbook ohnehin nur zweipolig war, also massefrei) und war dadurch schwer und recht biegesteif, also nichts zum gut in die Tasche knuffen.
Auch unserem Sohn Tim gefällt das Design des 1000H deutlich besser. Zudem hat es Bluetooth und es wird ein schickes Etui mit Reißverschluss mitgeliefert. Ein weiterer Unterschied ist reine Geschmackssache: Beim X110 scrollt man mit dem Finder am rechten Rand des Touchpads, beim Asus muss man zwei Finger nehmen und mit diesen irgendwo auf dem Touchpad rauf oder runter fahren.
Nochmals die Schwachpunkte des LG X110 in der Zusammenfassung: leicht, aber nur wegen 3-Zellen-Akku, kein Bluetooth, RAM nicht erweiterbar (!), miserabler Sound, dickes Netzkabel
Mehr Info zum Asus Eee 1000h bei Amazon:
. . . . .schwarz . . . . . . . . . .weiß
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Seit langer Zeit sind sich alle Eltern einig, dass die Computerspiele ihrer Kinder nur Zeitverschwendung sind. Viel besser wäre all diese Zeit darin investiert, etwas für die Schule zu tun oder zumindest einmal ein “richtig gutes” Buch zu lesen (was bestimmt wiederum gut für die schulischen Leistungen wäre), stimmt’s?
Wenngleich ich selbst wirklich kein Computerspieler bin (“das besser nicht auch noch…”), fand ich das folgende Gedankenexperiment höchst interessant, das vom US-Autor Steven Johnson in seinem Bestseller Everything Bad is good for you beschrieben wird. Ich selbst stieß darauf bei der Leküre des sehr zu empfehlenden Buchs Wir nennen es Arbeit von Holm Friebe und Sascha Lobo. Johnson vertritt die These, dass viele Aspekte der heutigen Jugendkultur nicht – wie meist behauptet – geisttötend sind, sondern durchaus förderlich für Auffassungsgabe und Intelligenz. Das erwähnte Gedankenexperiment fragt, was wäre, wenn zuerst Computerspiele und erst danach der Buchdruck erfunden worden wäre. Da ja Neues meist argwöhnisch betrachtet wird, käme es laut Johnson vermutlich bald zu Äußerungen wie die folgenden:
“Bücher unterforden chronisch die Sinne. Entgegen der langen Tradition der Computerspiele – die Kinder in lebendige, dreidimensionale Welten voll von bewegten Bildern und musikalischen Eindrücken entführen, durch die sie mit komplexen Muskelbewegungen steuern – sind Bücher einfach nur eine Aneinanderreihung von Wörtern auf einer Seite. Nur ein kleiner Teil des Gehirns wird dadurch aktiviert, während Computerspiele das gesamte Spektrum sensorischer und motorischer Hirnfunktionen ansprechen. Hinzu kommt, dass Bücher auf tragische Weise einsam machen. Während Spiele junge Menschen seit geraumer Zeit dazu bringen, gemeinsam mit ihren Freunden eigene Welten zu bauen und zu erkunden, zwingen Bücher sie in die Abgeschiedenheit eines ruhigen Ortes, abgeschottet vom Rest der Welt. Diese neu entstandenen ‘Büchereien’, die das Lesen anregen sollen, bieten ein beängstigendes Bild: Dutzende von Kindern, die normalerweise einen regen und lebhaften Austausch pflegen, versenken sich stumm und apathisch in die Lektüre …”
 Computerspiele = Zeitverschwendung?
Dieses Gedankenexperiment macht uns deutlich, wie wichtig eine vorurteilsfreie Herangehensweise ist, insbesondere bei komplexen Sachverhalten, die nur schwer in ihrer Gesamtheit zu erfassen sind. Allzu schnell verfestigen sich Pauschalurteile und Halbweisheiten. Wer weiß schon, was eine Sache auf lange Sicht für Konsequenzen hat?
Die fortschreitende Digitalisierung unseres gesamten Lebens ist eine der größten Umwälzungen, mit der die Menschheit jemals konfrontiert war. Und wer weiß, was im Leben unserer Kinder in einigen Jahrzehnten entscheidend sein wird? Warum maßen wir uns also an – wir, die teilweise nichtmalsr skypen noch SMS-en können, weder auf Facebook noch Myspace zu finden sind und den Unterschied zwischen einem Blog und einer Wiki nicht kennen – unseren Kindern zu erzählen, was für sie gut und was schlecht sein wird?
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Geschrieben von: Ingo in Computer, tags: Festplatte, Notebook
Gestern habe ich die 60GB-Festplatte meines guten alten Toshiba-Notebooks gegen eine größere ausgetauscht. Die alte war seit einiger Zeit schon bis an den Rand gefüllt, so dass ich schon öfters Dateien ausmisten oder auf externe USB-Festplatten verschieben musste. Hinzu kam noch unser Sohn Tim, der die mühsam erkämpften freien 5GB sogleich wieder mit seinem neusten Computerspiel auffüllen wollte …
Nun, eine neue, gößere Festplatte kostet ja wirklich nicht mehr die Welt, aber ich hatte überhaupt keine Lust, das System komplett neu aufsetzen zu müssen und Adressbücher, Emails und zig Programme neu zu installieren (schließlich hat ein Notebook ja nur eine Festplatte, beim Desktop kann man ja die neue immer als zweite, Nicht-System-Platte einbauen).
Die Lösung war jedoch extrem einfach: mit Acronis True Image lässt sich die alte Festplatte klonen (wobei die Partitionen der alten flexibel auf die neue Platte gestretcht werden können). Ich musste also lediglich eine neue Platte kaufen (250GB, EIDE, für ca. 80€) und dazu ein passendes externes USB-Gehäuse. Die neue Platte kam vorübergehend in das neue Gehäuse (3 min Einbau), dann die alte Platte auf die neue klonen (ca. 1 Stunde, wobei man nicht dabei bleiben musste, die Bedienung war übrigens dank Assistenten völlig easy, nur default belassen und “weiter”), die alte Platte raus (man musste nur eine Schraube am Notebook lösen, um die Abdeckplatte der Festplatte zu entfernen, dann die Festplatte lediglich herausziehen, neue Platte eingeschoben, nichts mit Jumper oder dergleichen), einschalten, und ……
…. es lief !!!!! Ganz ohne irgendwas, keine Fehlermeldung, keine Neukonfiguration, keine neu erkannte Hardware, nichts, einfach so!
Die alte Platte kommt natürlich in das externe USB-Gehäuse.
Hätte ich gewusst, dass es so einfach ist, hätte ich diesen Schritt schon vor langer Zeit gemacht. Aber jetzt erst mal überlegen, was ich alles aufs Notebook packe, vielleicht einen Teil der Filmbibliothek, so viele GB wollen ja nicht ungenutzt bleiben.
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Heute habe ich zwei Netzwerkadapter von Netgear gekauft, Typ XETB1001 aus der Powerline-Serie, 79,- € bei Promarkt, mehr dazu auf den Seiten des Herstellers. Zur Erklärung: Damit kann man Netzwerkverbindungen zwischen zwei Rechnern einfach über das Stromnetz statt über Netzwerkkabel oder WLAN herstellen, sprich man steckt jeweils eins der Dinger in die dem Rechner nächstgelegene Steckdose und das Netzwerkkabel dann in diesen Adapter, die Strecke zum nächsten Rechner im Nebenraum oder in anderen Etagen des Hauses wird dann über das Stromnetz des Hauses zurückgelegt. Geniale Idee, keine Kabel durchs ganze Haus ziehen, keine WLAN-Bestrahung mehr, aber funktionert es auch?
Antwort: Morgen gehen die Dinger bei mir zurück…
Was war los? Von der Idee her ist die Installation kinderleicht, bloßes Einstöpseln, fertig. Dummerweise wollten sich die Dinger (eins im Keller, eins eine Etage höher im Wohnzimmer) nicht finden bzw. erkennen, nichts ging. In der Installationsanleitung stand was von wegen keine Steckdosenverteiler benutzen. Was denken die denn, wie viele freie Steckdosen ich überall noch habe??. Nach einigem Rumprobieren (andere Steckdose ging auch nicht, dann ohne Verteiler, und es ging) konnte ich eine Verbindung aufbauen. Freu!
Leider dauerte die Freude nicht lange, denn plötzlich war die Verbindung wieder futsch, nix ging mehr. Wenn es denn ging, war auch die Geschwindigkeit nicht die, die auf der Packung angegeben war (nämlich 85 MBIT, natürlich stand da schon “bis zu 85 MBIT”). Das mitgelieferte Konfigurationstool zeigte an, dass ich schwankend zwischen 20 und 40 MBIT erreiche. Das ist zwar schneller als mein altes 11MBIT-WLAN, aber kein Vergleich zu den 100MBIT, die ich derzeit per Kabel zum Rechner im Dachgeschoss habe (den hätte ich ggf. auch noch per Powerline verbunden, da das Kabel durchs Treppenhaus optisch nicht der Hauptgewinn ist).
Und was ist mit der reduzierten Strahlenbelastung durch Wegfall des WLAN zum Notebook im Wohnzimmer? Pustekuchen! Man google mal nach Powerline und Strahlung …
Da nämlich dem 230V-Netzstrom eine hochfrequente Welle aufmoduliert wird und da Stromkabel ja bekanntlich nicht abgeschirmt sind, werden alle durch die Wände des Hauses verlaufenden Stromleitungen zu Antennen, die eine Störstrahlung abgeben. Diese soll natürlich unterhalb irgendwelcher (ich vermute wie immer eher blödsinnigen) Richtwerte liegen, dennoch gibt es sie. Bei Versuchen mit Powerline in der Schweiz (hier allerdings mit Internetanbindung von außen durch das Stromnetz) kam es wohl zu epidemieartigen Hirnhautentzündungen, die Betreiber rückten dennoch keine Meßwerte heraus…
Da bleibe ich doch lieber beim WLAN, das funktioniert zumindest.
Fazit also: Für mich ein Flop
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Kürzlich hat sich einer meiner PCs einen fiesen Virus gefangen: Mitten im Surfen schlug Antivir Alarm, dass eine Datei im Ordner der ‘Temporary Internet Files’ (Dateien, die während des Surfens im Cache des PCs landen) die Signatur eines Virusses aufweist. Na ja, nichts weiter dabei gedacht (gut gemacht, Antivir) und Zugriff verweigern lassen, weiter gesurft, surfen beenden, und siehe da…
… mein Desktop war zerstört! Statt meines Desktopbildes hatte ich einen weißen Hintergrund und in der Mitte einen Hinweis (der war Teil der Bitmap, die sich aufmeiner Oberfläche breit gemacht hatte), dass mein Rechner verseucht sei und ich “XP Antivirus 2008″ installieren solle. Und schon startet aus dem Nichts heraus ein Installationsdialog von diesem Antivirus 2008, der nur einen einzigen Button hatte: “Jetzt installieren” (nicht einmal das x oben rechts zum Schließen des Fensters).
OK, bin ja nicht doof, die drei berühmten Tasten gedrückt und im Task Manager das Ding abgeschossen. So, nun zu meinem Desktop: Rechtsklick auf die Oberfläche für die Eigenschaften der Anzeige, und … was ist das? … da war doch glatt die komplette Seite ‘Desktop’ und ‘Bildschirmschoner’ aus dem Dialog verschwunden. Hmmm, das ist Mist!
Also erst mal googlen, was Sache ist: Google war auffällig langsam und auch einige der Trefferseiten sahen merkwürdig aus, danach hatte ich doch gar nicht gesucht! In der Ecke unten links im Browser stand beim Googlen: “warten auf analytic-checks.google.com”, das stand da doch sonst nicht..
Was also macht man, klar, die komplette Batterie an Anti-Destroy-Dingsbums-Software loslassen, die sich irgendwo auf meinem Rechner findet. Fangen wir an mit Spybot-Search&Destroy. Da ich das lange nicht benutzt habe, schien zunächst ein Update der Malware-Datenbank sinnig, doch — geht nicht, keine Verbindung zum Server!? Der dämliche Virus blockiert sämtliche Aufrufe zu Seiten mit Anti-Malware-Programmen. Allmählich wird’s richtig böse…
Was hat letztlich geholfen: Einige Einträge habe ich per Hand entfernt, dazu zunächst Dateien mit jüngstem Dateidatum gesucht und einige davon identifizieren und löschen können. Andere ließen sich nicht löschen, da sie gerade verwendet würden. Dann soweit verdächtige Prozesse im Taskmanager beendet, bis sie sich löschen ließen, anschließen die Aufrufe dieser Prozesse in der Registry gelöscht.
Spybot-Search&Destroy schaffte es dann (nachdem ich ein neues Setup mit einem anderen Rechner geladen hatte), mein Desktop wieder in Ordnung zu bringen, nicht aber das Google-Hijacking zu beseitigen. Dies gelang erst mit Malwarebytes Antivirus. Passieren konnte das ganze scheinbar, da ich beim Rumkonfigurieren an meinem Router wohl versehentlich für eine gewissen Zeit ohne Firewall war. Nun, jetzt ist wieder alles paletti.
Vielleicht hilft euch dieser Erfahrungsbericht, falls es euch auch erwischt. Detaillierte Entfernungsanleitungen fanden sich im Netz genug, doch mir gelang es mit keiner davon, alles zu beseitigen, erst die beschriebene Kombination half hier.
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