Technik

LED-Scheinwerfer und Probleme wie Flackern beim Filmen von Videos mit LEDs

Seit einiger Zeit haben wir in unserem kleinen Homerecording-Studio eine Mini-PA und auch einige Scheinwerfer. Auf dem Beleuchtungssektor hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Zunehmend verdrängen LED-Leuchten die altbewährten PAR-Halogen-Scheinwerfer. Diese verfügen normalerweise über LEDs der Farben Rot, Grün und Blau, je nach Modell hat man vielleicht einige Dutzend oder gar über 200 solcher LEDs.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Man kann mit nur einer Leuchte fast jede erdenkliche Farbe erzeugen, indem man die drei Grundfarben nach den Gesetzen der additiven Farbmischung mischt. Außerdem verbrauchen die LEDs kaum Strom und erzeugen daher auch keine Hitze. Zudem ist die Lebensdauer einer LED extrem lang, so dass das regelmäßige Erneuern teurer Leuchtmittel entfällt. Dimmen ist durch die eingebaute Steuer-Elektronik direkt möglich, man muss also keine Dimmer-Packs mehr kaufen.

Die Nachteile der LED-Technik: Einige Farben (etwa Blau) sind über alle Zweifel erhaben, während etwa gelb oder Rot bei den Halogen-Spots wärmer wirken. Schaut man in eine LED-Leuchte, so sieht man speziell bei Leuchten mit wenigen starken LEDs keine homogene Farbfläche, sondern einzelne LEDs der drei Grundfarben. Hierdurch werden auch Farbübergänge bei Schattenrändern erzeugt.
Die konventionellen Spots sind außerdem in vielen Fällen doch deutlich heller – gegen einen 500- oder 1000-Watt-PAR-Spot haben nur LEDs mit extremer Power eine Chance, und diese kosten noch immer einige Euros mehr.

LEDs können leicht flackern, was durch die Schaltnetzteile der Steuer-Elektronik verursacht wird. Daher eignen sie sich unter Umständen nicht für Filmaufnahmen. Da alle Farben aus den drei Grundfarben gemischt werden, hat man niemals ein breites Spektrum, sondern nur drei einzelne Spektrallinien. Dies erzeugt in unserem Auge einen bestimmten Farbeindruck, welcher bei einer Kameraaufnahme jedoch deutlich anders wirken kann.
Einige LEDs gelten als kameratauglich, etwa TRI-LEDs, bei denen jeweils die drei RGB-LEDs hinter einer gemeinsamen Linse sitzen.

Was passiert aber nun, wenn man tatsächlich versucht, mit den LEDs zu filmen? Dies habe ich ausprobiert bei meinem letzten Youtube-Video, meiner Cover-Version des Dire Straits Songs Six Blade Knife.

Ursache für starkes Flackern

Ein erstes Problem wurde augenblicklich sichtbar: Auf dem LCD-Bildschirm der DigiCAM schien bei einigen Beleuchtungsszenen einer der drei Scheinwerfer nicht nur zu Flackern, sondern regelrecht zu pumpen, sprich sein Lichtkegel dehnte sich etwa 2 bis 3 mal in der Sekunde auf ein Vielfaches seiner Größe aus, ein Effekt, der mit dem menschlichen Auge in keinster Weise zu erkennen war. Dieses Pumpen trat nur auf, wenn der Scheinwerfer gedimmt war. Scheinbar flackerte er dann leicht mit einer Frequenz, die eine Interferenz mit der Frequenz der Videoaufnahme erzeugte.
Hierfür gab es aber tatsächlich eine Lösung: Der Effekt verschwand fast völlig, wenn man die Option Super Steady Shot der Sony-DigiCAM abschaltete. Dies ist eigentlich ein Sony-eigenes Verfahren zur Bildstabilisierung. Alternativ half es, einen Slow Shutter einzustellen, also eine Verschlusszeit von z.B. 1/30 Sek. Je länger diese Zeit wird, desto schemenhafter werden allerdings Bewegungen aufgezeichnet.

Insgesamt war es so möglich, das Video in akzeptabler Form zu filmen. Einige Farben wirken steriler als in Natura. Das fertige Ergebnis kann man hier betrachten:

8 Gedanken zu „LED-Scheinwerfer und Probleme wie Flackern beim Filmen von Videos mit LEDs

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