ComputerTechnik

Blu Ray Player Samsung BD P1600 und LG BD 370

Wie viele andere liebäugelte ich schon seit einiger Zeit mit der Anschaffung eines Blu Ray Players, um in den Genuss hochaufgelöster Videos zu kommen. Angesichts immer größer werdender Regale mit Blu Ray Disks in den Regalen der Geschäfte und gleichzeitig fallender Preise für die Player war es nun kürzlich so weit. Eigentlich suchte ich einen Media Player, also ein Gerät, um Musik, Videos und Fotos von USB-Festplatten oder über (W)LAN abzuspielen. Hierzu kamen diverse Geräte in Betracht, die all ihr Für und Wider hatten. Dann stieß ich jedoch in der Werbung eines Elektronik-Markts auf die Beschreibung eines aktuellen Blu Ray Players, welcher ebenfalls einen USB-Port und einen LAN-Port hatte. Das wäre doch die Zwei-Fliegen-mit-einer-Klappe-Lösung: Ein Blu Ray Player für Blu Ray Wiedergabe, der gleichzeitig die Aufgabe des Media Players übernehmen kann.

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Der Samsung BD P1600

So kam ich nach dem nächsten Einkaufsbummel mit einem Samsung BD P1600 nach Hause. Dieser besitzt gar zwei USB-Ports (Vorder- und Rückseite) und einen LAN-Anschluss für ein Netzwerkkabel und ist zudem WLAN-Ready, was bedeutet, über einen USB-WLAN-Stick bekomme ich WLAN-Zugang. Der Verkäufer versicherte mir, dass der Player die von mir gewünschten Aufgaben bewältigt.

Zu Hause habe ich das Gerät dann gesichtet und näher untersucht: Der P1600 wirkt sehr elegant und ansprechend, die Touch-Buttons und das Front-Panel sahen sehr gut aus. Der Anschluss an die Umgebung über HDMI und Digital Audio (TOS-Link) war problemlos, so dass ich direkt die erste Blu Ray Disk starten konnte. Gleich fiel auf, dass der Samsung neben dem leisen Surren des Laufwerks selber noch einen weiteres Geräusch produzierte, da er einen Lüfter hat. Das Bild und der Ton waren voll überzeugend, wie zu erwarten war.

Nun ging es daran, den Samsung BD P1600 auf seine Fähigkeiten als Media Player zu testen: Der USB-Stick wurde direkt erkannt und mittels Menü hat man Zugriff auf die dort enthaltenen Dateien. Als erste versuchte ich es mit Musik: die MP3s liefen problemlos, doch leider zeigte er all meine WAV-Dateien (ich mag Musik unkomprimiert) erst gar nicht an, was für mich ein gravierendes Minus war. Fotos zeigt er nur im JPEG-Format an, welches anderseits das wichtigste Format ist. Dann kam Video: Auf dem USB-Stick war ein gerippte DVD, und auch diese zeigte er erst gar nicht an, sprich die Wiedergabe einer DVD von einem USB-Datenträger ist nicht möglich (nur AVI /DIVX-Dateien). Apropos Datenträger: All meine USB-Festplatten wurden nicht erkannt! In der Bedienungsanleitung stand etwas im Sinne von „übergroße Festplatten werden unter Umständen nicht richtig erkannt“. Allerdings waren alle von mir getesteten Festplatten sicherlich nicht übergroß (was immer das heißen mag), sondern hatten gerade mal 160 bis 500 GB. Die Lösung war, dass der Samsung nur mit FAT32 formatierte Medien erkennt, nicht aber solche, die mit NTFS formatiert sind, was aber wiederum Standard für Festplatten ist.

Der nächste Flop war der LAN-Zugang: Es stelle sich heraus, dass dieser ausschließlich dazu gedacht ist, BD Live zu empfangen, ein Dienst, mit dem man Zusatzinfos und Bonus-Material zu den Filmen aus dem Internet anzeigen kann. Das gleich gilt für WLAN, was übrigens nur mit einem speziellen USB-WLAN-Stick von Samsung möglich zu sein scheint (welcher auch nur 69,- Euro kostet 😉

Fazit: der Samsung BD P1600 ging zurück zum Händler.

Einige Recherche bracht anschließen heraus, dass die meisten Blu Ray Player ebenfalls USB und LAN haben, aber auch sie die angesprochenen Probleme in gleicher oder ähnlicher Form aufweisen. Dummerweise vermissten wir nun die Möglichkeit, Blu Ray zu schauen. Also musste eine andere Lösung her. Nachdem wir diverse Media Player studiert hatten und schon statt dessen die Anschaffung einer Playstation 3 erwogen hatten (wobei wir überhaupt keine Computer-Spieler sind und es auch nicht werden wollen), versuchten wir es doch noch mal mit einem Blu Ray Player: dem LG BD 370.

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Der LG BD 370

Dieser wirkt mit seinem blau beleuchteten Control-Rad ebenfalls optisch ansprechend, hat ebenfalls USB (allerding nur vorne hinter einer Klappe) und LAN-Anschluss. Bild und Ton sind ebenfalls überzeugend, die in einigen Foren bemängelten Ruckler traten bisher zum Glück nicht auf (vielleicht half die aktuellere Firmware). Als Media Player ist er aber deutlich besser. Er spielt zwar ebenfalls kein WAV, kann aber zumindest DVD vom USB-Stick wiedergeben (wenngleich ohne Menüstruktur). Die Bildschirmmenüs sehen außerdem wesentlich besser aus. Auch er kann über LAN nicht wirklich Dateien aus dem Netzwerk streamen, dafür kann man als Bonus Youtube-Videos browsen und schauen, er hat keinen Lüfter, und schließlich war er preisgünstiger.

Wer sich für eins dieser Geräte interessiert, findet weitere Informationen über die folgenden Amazon-Links.

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