Ernährung

Theorien und Lügen zur richtigen und gesunden Ernährung

Gerade zum Thema Ernährung gibt es scheinbar Theorien wie Sand am Meer, und immer wieder kommen diese zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen: So hieß es oft, Margarine sei besser als Butter, oder Eier seien ungesund, man solle möglichst wenig Fett essen, oder doch Fett, aber das richtige, usw.

Hmm, Natürliches ist lecker und gesund
Hmm, Natürliches ist lecker und gesund

Was soll man nun glauben

Ich meine, mittlerweile gewisse Tendenzen als richtig erkannt zu haben, und habe ein Gespür dafür entwickelt, was plausibel und was durch andere Interessen bedingt ist. Ich verzichte im Nachfolgenden auf die Angabe irgendwelcher Quellen oder Belege für meine Behauptungen. Dies wäre leicht möglich, da aber bei der Flut an Informationen, Meinungen und Gegenmeinungen im Web ohnehin alles belegbar oder widerlegbar ist, bringt es im Endeffekt nichts und erschwert nur die Lesbarkeit. Wahrheit wird sich dem Leser letztlich als solche intuitiv aufgrund der immanenten Plausibilität und der Deckung mit der eigenen Erfahrung zu erkennen geben.

Naturprodukte sind fast immer gut, Industrieprodukte besser zu meiden

Nahrung aus der Natur verfügt nicht nur über Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiß, Vitamine etc., vielmehr steckt in ihnen auch Information, in letzter Konsequenz ist in ihnen die Energie der Sonne, der Erde, des Wassers gespeichert. Haltbar gemachten Industrieprodukten fehlt diese Art von Energie oftmals, sie sind tot, selbst wenn rein zahlenmäßig die Liste der Nährstoffe gleich wäre.

Aus diesem Grund ist das „natürlichere“ Produkt Butter um Welten gesünder als Margarine. Dass letztere besser sei, ist Ergebnis einer seit Jahrzehnten von einer ganzen Industrie künstlich erzeugten Lügenkampagne. Margarine ist zwar scheinbar ein pflanzliches Fett, aber tatsächlich sind pflanzliche Fette in der regel flüssig und müssen künstlich gehärtet werden, wodurch ungesunde Transfette entstehen, Außerdem findet sich in Margarine eine lange Liste weiterer Zusatzstoffe.

Was ich mit Energie und Information meine, lässt sich übrigens durch wissenschaftliche Analyse teilweise kaum messen. Allerdings muss man sich im Klaren sein, dass beim derzeitigen wissenschaftlichen Stand die Bedeutung und Funktion etlicher der hochkomplexen Verbindungen in natürlichen Nahrungsmitteln noch völlig unbekannt ist. Es ist ein Wunschdenken, wenn man der Wissenschaft mehr zuschreibt als sie derzeit zu leisten in der Lage ist. Ähnlich sieht es in der Medizin bezüglich der Homöopathie aus: deren Wirkstoffe sind derart niedrig konzentriert, dass sie eigentlich nicht wirksam sein dürften. Aber was weiß man schon vom hochkomplexen System Organismus; jedenfalls länsgt nicht so viel, wie man gemeinhin denkt.

Olivenöl ist gut

Das ist einfach so. Am besten nimmt man ein hochwertiges Öl, es schützt vermutlich vor mehr als man sich vorstellen kann. Ähnliches gilt auch für gewisse andere hochwertigen Pflanzenfette (solange diese naturbelassen sind, also bloß nicht gehärtet wie z.B. Margarine). In Regionen, in denen hauptsächlich Olivenöl verwendet wird, treten manchen Allerwelt-Krankheiten kaum auf.

Essen, was einem schmeckt

Der Glaube, irgend eine Ernährungstheorie könnte einem sagen, was man in welchen Anteilen essen soll, ist ein Irrglaube. Jeder Mensch ist anders, hat andere Voraussetzungen, benötigt anderes, und zudem noch Unterschiedliches zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Es gibt aber zum Glück doch eine Instanz, die einem verrät, was man momentan dringend braucht und was nicht: der Appetit. Logisch ist doch, dass der Körper auf das, an dem es ihm gerade mangelt, regelrechten Heißhunger aufbaut. Folgt man also seinen Gelüsten, müsste man das Passende automatisch zu sich nehmen. Das stimmt im Prinzip auch, einziger Haken sind alerdings die vielen Aromen, die in Lebensmitteln zu finden sind. So könnte mein Appetit auf eine spezielle Speise – sagen wir einmal Himbeeren – auch gestillt werden durch Nahrungsmittel mit künstlichen Himbeeraroma, obwohl in diesen der entscheidende Wirkstoff der Himbeere, den mein Körper gerade braucht, gar nicht enthalten ist. Aromen verwirren also unser natürliches Regulationssystem. Vermeidet man aber Nahrungsmittel, die Aromen enthalten, passt alles wieder. Man kann übrigens mit etwas Übung künstliche Aromen leicht als solche erschmecken und außerdem erkennen, ob ein bestimmter Appetit auf etwas einen natürlichen oder künstlichen Ursprung hat.

Natürlich gehört dazu auch, aufmerksam zu erspüren, wann man satt ist und wo die reine Fresslust einsetzt, sonst kann man sich die Folgen leicht ausmalen.

Bio ist gut

Auf jeden Fall alles in Bioqualität kaufen! Früher gab es kein Bio, früher brauchte man auch kaum Bio. Früher waren Nahrungsmittel nämlich noch „natürlich“, heute wachsen sie oft in Gewächshäusern unter Glas, zur unnatürlichen Jahreszeit, auf künstlich gedüngten Böden, werden mit Giften übersprüht und mit künstlichen Aromen aufgepeppelt. Igitt! Auch wenn’s teurer ist, unbedingt Bio nehmen. Dafür würde ich eher auf einen teuren Urlaub oder ein teures Auto verzichten.

Hände weg von Nahrungsergänzungsmitteln

In guten natürlichen Nahrungsmitteln ist alls drin, was man braucht. Dummerweise ist minderwertiges Essen manchmal billiger oder schneller zuzubereiten. In diesem Falle entsteht leicht der Wunsch, trotzdem seiner Gesundheit etwas Gutes tun zu wollen, indem man einfach des fehlende Gesunde in Form irgendwelcher Pillen oder Pülverchen zu sich nimmt. Das funktioniert jedoch nicht. Diese Präparate nützen in vielen Fällen gar nichts oder können in dieser Forrm kaum aufgenommen werden, oder sie sind regelrecht gefährlich. Überdosierung der fettlöslichenn Vitamine führt nämlich ohnehin zu Vergiftung, und wer weiß schon, was ein künstlicher Mix solcher Stoffe auf Dauer bewirkt. Ich selbst merke etwa bei Multivitaminsäften, dass diese künstlich schmecken und mir irgendwie nicht gut tun. Da trinke ich frischen Orangensaft um Welten lieber, und selbst wenn ich davon große Mengen trinken würde, kommt kein Gefühl des Ekels oder der Übelkeit auf.

3 Gedanken zu „Theorien und Lügen zur richtigen und gesunden Ernährung

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