Archiv für Dezember 2008



Ich gebe ja zu, ein riesiger Fan von Bernd dem Brot zu sein. Einen Kastenstuten als Fernsehheld zu konzipieren, dessen analytische Griesgrämigkeit an legendäre Zeiten des Mülltonnen-Oskars der Sesamstraße erinnert, ist schon schlichtweg genial.

Wer KIKA per digitalem Satellit empfängt, kennt vermutlich die nach Sendeschluss als Endlosschleife laufende Episode mit Bernd im aus der Matrix bekannten weißen Nichts. Wer sie nicht kennt oder nur so mal wieder sehen will, kommt zunä¤chst hier auf seine Kosten:

Seit einiger Zeit läuft stattdessen eine neue Episode, nämlich “KIKA sucht das Superbrot”, in dem Bernd wieder als unfreiwilliger Star agiert. Hier als ersten und zweiten Teil:

Teil1:

Teil2:

Interessante Artikel

    Comments Keine Kommentare »



    Die Sendung Frauentausch auf RTL2 ist sicherlich fast jedem ein Begriff: Für 10 Tage tauschen zwei Frauen ihr Leben samt Familie und Umfeld, wobei alle Höhen und Tiefen dieser Erfahrung von der Kamera dokumentiert werden.

    Davon abgesehen, dass die Sendung mitunter recht kurzweilig und unterhaltsam ist, möchte ich hier einmal eine Lanze für sie brechen, da sie meiner Meinung nach Einblicke einerseits in die menschliche Psyche und anderseits in die Mechanismen und Prinzipien der aktuellen Fernsehuntehaltung bietet wie kaum ein anderes Format. Klar, auch Reaktionen auf Extremsituationen etwa in einem Jungle-Camp können aufschlussreich und unterhaltsam sein, doch gerade im Familienbereich werden fundamentale Einstellungen, Sichtweisen und Reaktionsmuster und die individuellen diesbezüglichen Unterschiede extrem deutlich. Gerade Pädagogen und Lehrer, die ja mit Menschen aus allen Schichten und Gruppierungen konfrontiert sind und mit diesen arbeiten müssen, können hier wertvolle Einsichten in die Ursachen für tiefverwurzelte Verhaltensmuster ihres Klientels gewinnen.

    Schule und Lernen in verschiedenen Elternhäusern

    So stellt man schon nach dem Studium nur weniger Folgen fest, dass gerade hinsichtlich Erziehung und der Einstellung des Elternhauses gegenüber Schule und Lernen gewaltige Unterschiede zu verzeichnen sind. Klar, dass ein “besseres Elternhaus” mehr Wert auf Bildung legt, hätte man sicherlich auch so vermutet, doch bekommt man anderseits auch Eltern von “ganz unten” zu Gesicht, für die Schule sehr wichtig zu sein scheint. Allerdings finden sich fast immer gravierende Unterschiede in der Herangehensweise an die Förderung des eigenen Nachwuchses: Während durchaus auch einfach gestrickte Mitmenschen ihre Kinder regelmäßig zum Lernen zwingen und manchmal – scheinbar meist die Mütter und nur selten die von der Maloche oder der Play Station gestressten Väter – auch mit ihnen gemeinsam pauken (so möchte ich mal dieses sturre Abfragen bezeichnen im Sinne von “Wenn du zwölf mal sechs Dinger hast, na, wieviel hast du dann?”) , gehen Intelektuelle häufig ganz anders an diese Aufgabe heran: Sie basteln mit ihren Kindern oder gehen mit ihnen durch den Wald spazieren und erklären ihnen beiläufig Dinge, die die Kinder gerade dabei wissen wollen oder interessant finden. Dieses “natürliche” Lernen befriedigt die angeborene Lernbereitschaft und Neugier von Kindern, die das Wissen wie ein Schwamm begierig aufsaugen. Außerdem finden gerade durch derartige Tätigkeiten Kinder zu einer Ausgeglichenheit, die überhaupt Lernen erst ermöglicht.

    frauentausch

    Werden diese Woche in Frauentausch wieder Tränen fließen?

    So sieht man regelmäßig intelektuelle Mütter, die in der Gastfamilie der Plattenbausiedlung in Wanne-Eickel geradezu missionarisch mit den normalerweise vor der Glotze hängenden Kleinkindern mit Fingerfarben malen, um dem einheimischen Familienvater zu demonstrieren, was bei seiner Familie im Argen liegt. Dabei ist leider all zu oft eine gewisse Arroganz und ein von oben herab Behandeln seitens der sich intellektuell überlegen fühlenden Tauschmutter zu beobachten.

    Die Rollenverteilung bzgl. intelektuell über- und unterlegen stellt sich fast immer direkt auf Anhieb ein. Ein Punkt, in dem die Auffassungen oft extrem auseinander gehen, ist übrigens immer wieder die Hygiene. Da ekelt sich die eine über die Flecken in dem ihr zugewiesenen Bett, da verkündet die andere, wie wichtig ihr Sauberkeit sei, während der Siff von ihren Küchenschränken herabzutropfen beginnt. Es scheint allerdings keine direkte Relation zwischen Sauberkeitsanspruch und Intellekt zu geben: so sieht man gleichermaßen die siffige Bollerschlampe wie die scheinbar nur in esoterischen Welten jenseits des normalen Alltags schwelgende Reiki-Lehrerin.

    Leider bekommt man auch etliche Eltern zu Gesicht, die offensichtlich Null Bock auf ihre Kinder haben und nur von “Party machen” oder “mal Ruhe haben müssen” reden (nachdem sie sich den ganzen Nachmittag vor ihrer Play Station mental auf die für vermutlich den folgenden Tag anstehende Arbeitssuche vorbereitet haben ;) ). Natürlich gibt es aber auch in ärmlichen Verhältnissen lebende Eltern, denen ihre Kinder tatächlich am Herzen liegen. Leider ist hier oftmals eine totale Hilflosigkeit das Problem. Man scheint zu denken, dass durch gezwungenes Lernen die schulischen Leistungen der Kinder zu verbessern seien und wundert sich, dass die gestresst wirkenden Kinder daran weder Interesse zu haben scheinen noch mit spürbaren Lernzuwachs gesegnet sind.

    Arroganz und Unfähigkeit

    Bei den intellektuell Überlegenen, besonders bei den nennen wir sie mal Halbintellektuellen, ist wie gesagt häufig eine Form von Arroganz zu beobachten. Was fehlt ist was im Buddhismus als Mitgefühl bezeichnet wird: Statt sich über die offensichtlichen Probleme und Mängel anderer zu erheben, ist man doch gerade als Intellektueller verpflichtet, hinter die Dinge zu sehen und die Mechanismen wie Unsicherheit, Hilflosigkeit, schwere eigene Kindheit usw. zu erkennen, die dazu führen, dass manche Menschen nur so leben können, wie sie halt leben.

    Erkenntnisse für Lehrer und Pädadgogen

    Für mich als Lehrer helfen derartige Szenen zu verstehen, warum viele Kinder an unseren Schulen sich derart schwer tun. Letztlich scheint ein großer Teil der Kinder “energetisch gestört” zu sein (um hier mal den aus der traditionellen chinesischen Medizin stammenden Ansatz zu zitieren, bei dem sämtliche Störungen der Gesundheit bzw. des mentalen Optimalzustandes als Störungen im Fluss der Energie interpretiert werden). Ursachen sind die bedrückenden und naturfernen Lebensumstände im zu Hause der Kinder bzw. das Vorbild der ebenfalls energetisch gestörten Eltern. Eine Atmosphäre, die von gegenseitiger Achtung und Gleichberechtigung (jawohl, ich meine durchaus zwischen Eltern und Kindern als gleichberechtigte Familienmitglieder zumindest hinsichtlich gewisser Dinge) scheint unter deutschen Dächern selten zu sein, ebenso scheint eine gesunde Ernährung, bei der tatsächlich mal etwas der Natur Entstammendes gegessen wird, vielerorts unüblich zu sein (wobei manche doch tatsächlich meinen, dass das, was aus einigen Konserven und Gewürzmischungen zusammengebraut wird, gesund sei, da es zumindest nicht das an anderen Tagen verschlungene Fertig-Fast-Food ist).

    All das Gerede über die schlechten Ergebnisse irgendwelcher Pisa-Studien geht meist an den eigentlich Ursachen vorbei, die nämlich meiner Erfahrung nach nur bedingt in der Schule zu suchen sind, sondern stattdessen vielmehr in der gerade beschriebenen heimischen Lebenswirklichkeit der Kinder.

    Was kann man also tun? Als Eltern gibt es nichts Wichtigeres und Entscheidenderes, als Zeit für die Kinder zu haben und ihnen entspannte Aufmerksamkeit zu widmen. Übrigens werden dadurch selbst die “schlimmsten” Kinder am ehesten ruhig und ausgeglichen, so dass auch die Eltern überhaupt zu dieser entspannten Geisteshaltung gelangen können. Bei derartig aufwachsenden Kindern klappt das mit der Schule dann vermutlich ganz von allein, wenn letztlich doch nicht, gehen die Kinder vielleicht aufgrund der Vorstellung, man könne fehlendes Potential durch entsprechenden Fleiß stets kompensieren, einfach auf die falsche Schulform, auf der sie überfordert sind. Schließlich kann nicht jeder Abitur machen, manchen liegen halt andere Dinge mehr.

    Auch als Lehrer ist es wichtig, durch die eigene Ausgeglichenheit ausgleichend auf diese Kinder zu wirken und an ihnen das vorzuleben, was es im Elternhaus nicht zu geben scheint.

    Unser Fernsehen

    Nun aber wieder zurück zu Frauentausch, schließlich hatte ich oben noch von möglichen Einsichten in die Wirkungsweise moderner Fernsehunterhaltung gesprochen. Zunächst entscheidet ja RTL2 darüber, welche zwei Mütter tauschen, welche zwei Welten also aufeinander prallen sollen. Dadurch wird versucht, gängigen Klischees zu entsprechen bzw. diese zu schüren. Da man außerdem ja nicht die ganzen 10 Tage gezeigt bekommt, sondern nur kurze Ausschnitte, wählt RTL2 natürlich bewusst aus, welche Reaktionen die Nation zu Gesicht bekommt und welche nicht. Allein hierdurch kann künstlich entweder ein solcher oder vielleicht gar ein gegenteiliger Eindruck erzeugt werden.

    Man frage sich auch, welche Auswirkung das Zurschaustellen auf die vielleicht bisher innerhalb ihres beschränkten Horizonts einigermaßen zufrieden vor sich hinlebenden Tauschmutter oder ihre Familienangehörigen haben mag, nachdem öffentlich demonstriert wurde, wie naiv, ungebildet, siffig, eklig, faul, unmenschlich oder abartig sie in den Augen anderer sind. Aber natürlich ist gerade diese Form von Voyeurismus das Geheimnis all dieser Serien: Der Zuschauer möchte keine Harmonie und keine Lösung von Konflikten sehen, sondern am liebsten das unbarmherzige Aufeinanderprallen, am besten mit der psychischen Vernichtung des Schwächeren, was hier von RTL2 mitunter elegant zelebriert wird.

    Verwandte Artikel:

    Comments Keine Kommentare »



    Steckt hinter den Dingen ein Schöpfer oder der Zufall?

    Steckt hinter den Dingen ein Schöpfer oder der Zufall?

    Man lernt früh in der Schule, dass hinter den Dingen unserer Welt mathematische Gesetze stehen und es ganz bestimmte konstante Größen gibt, wie etwa die Lichtgeschwindigkeit, die Masse eines Elektrons oder die Stärke der grundlegenden Kräfte wie Gravitation. Zunächst verwundert einen dies nicht weiter; schließlich müssen ja diese Konstanten irgendeinen Wert haben. Schon verwunderlicher ist allerdings, dass fast alle dieser Konstanten mit teilweise überraschender Genauigkeit gerade diesen Wert haben müssen, damit ein Universum entstehen kann, dass dem unseren zumindest grob ähnelt. Wäre etwa die Stärke einer der unser Universum zusammenhaltenden Grundkräfte (Gravitation, starke und schwache Wechselwirkung im Atom, elektromagnetische Kraft) auch nur wenige Prozent stärker oder schwächer, so lässt sich berechnen, dass nach dem Urknall die weitere Entwicklung des Universums einen völlig anderen Verlauf genommen hätte. Nach dem Entstehen der Materie in Form von Atomen kam es in unserem Universum beispielsweise zu “Verklumpungen” aufgrund der Gravitation zwischen diesen Teilchen, die letztlich dafür sorgte, dass immer größere Ballen von Materie entstanden aus denen sich schließlich die einzelnen Galaxien bildeten. Mit auch nur etwas anderen Konstanten wäre all diese Masse entweder kurz nach ihrer Entstehung aufgrund von Anziehungskräften wieder in sich zusammen kollabiert zu einem schwarzen Loch oder einfach immer weiter auseinander geflogen ohne Klumpen zu bilden, so dass es heute nichts weiter gäbe als ein dunkles Universum (keine Klumpen = keine Sterne = kein Licht) mit allenfalls einigen umherschwirrenden Teilchen.

    Das Merkwürdige ist also die Präzision der Abstimmung dieser Parameter. Tatsächlich muss das Universum genauso sein, wie es halt ist, damit in ihm überhaupt Leben entstehen kann. Es scheint wie extra geschaffen für die Entstehung höherer Lebensformen wie wir selbst. Dieser Umstand wird das “anthropische Prinzip” genannt. Die Frage warum dies so ist, lässt Raum für Spekulation: Hat ein göttlicher Schöpfer die Welt extra für uns geschaffen? Oder ist dies nur eine einfache Konsequenz aus der Existenz unendlich vieler Paralleluniversen in einem Multiversum (was wohl derzeit die gängige Meinung unter Physikern zu sein scheint): es gibt derart viele Paralleluniversen mit allen denkbaren unterschiedlichen Parametern, dass es zwangsläufig irgendwo auch eins mit für uns passenden Werten geben musste, und dieses ist das unserige, während die meisten anderen halt leer sind und dort dementsprechend niemand existiert, der sich fragen kann, warum sein Universum gerade so ist, wie es ist?
    Oder ist unser Universum doch nur eine Computersimulation, wie das Simulations-Argument von Nick Bostrom nahelegt?

    Verwandte Artikel:

    Comments Keine Kommentare »



    Nachdem ich neulich beschrieben habe, wie man Crepes perfekt in der Partypfanne machen kann, fanden etliche Surfer ihren Weg zu meinem Blog, die auf der Suche nach “Crepe selber machen” waren, also nach dem passenden Rezept. Daher möchte ich hiermit unser Crepe-Rezept  nachliefern. Es ist so einfach, dass Tim (11 Jahre) sie sich häufig alleine macht:

    Ein leckerer Crepe

    Ein leckerer Crepe

    Zutaten (für ca. 5-6 Crepes)

    200 g Mehl
    3 Eier
    300 ml Milch
    1/4 TL Salz
    evtl. Zitronenschale

    Zubereitung der Teigs

    Eier und Milch vermixen, dann Mehl zuschütten und dabei verrühren.  Zitronenschale abreiben und hinzufügen. Das Salz kann man auch weglassen.

    Zubereitung in der Pfanne

    Einen Stich  Butter in die Pfanne geben, dann soviel Crepe-Teig in die Pfanne geben und mit dem Holzwischer verteilen, dass anschließend der Boden der Pfanne dünn bedeckt ist. Sobald sich der Crepe vom Boden zu lön beginnt, kann die Füung (süß oder herzhaft, z.B. Apfelmus, Nutella, Schinken mit Frischkäse, usw.) auf den Boden gegeben werden und der Crepe wird dann in der Pfanne gefaltet. That’s it.

    Verwandte Artikel:

    Comments 1 Kommentar »



    Gerade zum Thema Ernährung gibt es scheinbar Theorien wie Sand am Meer, und immer wieder kommen diese zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen: So hieß es oft, Margarine sei besser als Butter, oder Eier seien ungesund, man solle möglichst wenig Fett essen, oder doch Fett, aber das richtige, usw.

    Hmm, Natürliches ist lecker und gesund

    Hmm, Natürliches ist lecker und gesund

    Was soll man nun glauben

    Ich meine, mittlerweile gewisse Tendenzen als richtig erkannt zu haben, und habe ein Gespür dafür entwickelt, was plausibel und was durch andere Interessen bedingt ist. Ich verzichte im Nachfolgenden auf die Angabe irgendwelcher Quellen oder Belege für meine Behauptungen. Dies wäre leicht möglich, da aber bei der Flut an Informationen, Meinungen und Gegenmeinungen im Web ohnehin alles belegbar oder widerlegbar ist, bringt es im Endeffekt nichts und erschwert nur die Lesbarkeit. Wahrheit wird sich dem Leser letztlich als solche intuitiv aufgrund der immanenten Plausibilität und der Deckung mit der eigenen Erfahrung zu erkennen geben.

    Naturprodukte sind fast immer gut, Industrieprodukte besser zu meiden

    Nahrung aus der Natur verfügt nicht nur über Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiß, Vitamine etc., vielmehr steckt in ihnen auch Information, in letzter Konsequenz ist in ihnen die Energie der Sonne, der Erde, des Wassers gespeichert. Haltbar gemachten Industrieprodukten fehlt diese Art von Energie oftmals, sie sind tot, selbst wenn rein zahlenmäßig die Liste der Nährstoffe gleich wäre.

    Aus diesem Grund ist das “natürlichere” Produkt Butter um Welten gesünder als Margarine. Dass letztere besser sei, ist Ergebnis einer seit Jahrzehnten von einer ganzen Industrie künstlich erzeugten Lügenkampagne. Margarine ist zwar scheinbar ein pflanzliches Fett, aber tatsächlich sind pflanzliche Fette in der regel flüssig und müssen künstlich gehärtet werden, wodurch ungesunde Transfette entstehen, Außerdem findet sich in Margarine eine lange Liste weiterer Zusatzstoffe.

    Was ich mit Energie und Information meine, lässt sich übrigens durch wissenschaftliche Analyse teilweise kaum messen. Allerdings muss man sich im Klaren sein, dass beim derzeitigen wissenschaftlichen Stand die Bedeutung und Funktion etlicher der hochkomplexen Verbindungen in natürlichen Nahrungsmitteln noch völlig unbekannt ist. Es ist ein Wunschdenken, wenn man der Wissenschaft mehr zuschreibt als sie derzeit zu leisten in der Lage ist. Ähnlich sieht es in der Medizin bezüglich der Homöopathie aus: deren Wirkstoffe sind derart niedrig konzentriert, dass sie eigentlich nicht wirksam sein dürften. Aber was weiß man schon vom hochkomplexen System Organismus; jedenfalls länsgt nicht so viel, wie man gemeinhin denkt.

    Olivenöl ist gut

    Das ist einfach so. Am besten nimmt man ein hochwertiges Öl, es schützt vermutlich vor mehr als man sich vorstellen kann. Ähnliches gilt auch für gewisse andere hochwertigen Pflanzenfette (solange diese naturbelassen sind, also bloß nicht gehärtet wie z.B. Margarine). In Regionen, in denen hauptsächlich Olivenöl verwendet wird, treten manchen Allerwelt-Krankheiten kaum auf.

    Essen, was einem schmeckt

    Der Glaube, irgend eine Ernährungstheorie könnte einem sagen, was man in welchen Anteilen essen soll, ist ein Irrglaube. Jeder Mensch ist anders, hat andere Voraussetzungen, benötigt anderes, und zudem noch Unterschiedliches zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Es gibt aber zum Glück doch eine Instanz, die einem verrät, was man momentan dringend braucht und was nicht: der Appetit. Logisch ist doch, dass der Körper auf das, an dem es ihm gerade mangelt, regelrechten Heißhunger aufbaut. Folgt man also seinen Gelüsten, müsste man das Passende automatisch zu sich nehmen. Das stimmt im Prinzip auch, einziger Haken sind alerdings die vielen Aromen, die in Lebensmitteln zu finden sind. So könnte mein Appetit auf eine spezielle Speise – sagen wir einmal Himbeeren – auch gestillt werden durch Nahrungsmittel mit künstlichen Himbeeraroma, obwohl in diesen der entscheidende Wirkstoff der Himbeere, den mein Körper gerade braucht, gar nicht enthalten ist. Aromen verwirren also unser natürliches Regulationssystem. Vermeidet man aber Nahrungsmittel, die Aromen enthalten, passt alles wieder. Man kann übrigens mit etwas Übung künstliche Aromen leicht als solche erschmecken und außerdem erkennen, ob ein bestimmter Appetit auf etwas einen natürlichen oder künstlichen Ursprung hat.

    Natürlich gehört dazu auch, aufmerksam zu erspüren, wann man satt ist und wo die reine Fresslust einsetzt, sonst kann man sich die Folgen leicht ausmalen.

    Bio ist gut

    Auf jeden Fall alles in Bioqualität kaufen! Früher gab es kein Bio, früher brauchte man auch kaum Bio. Früher waren Nahrungsmittel nämlich noch “natürlich”, heute wachsen sie oft in Gewächshäusern unter Glas, zur unnatürlichen Jahreszeit, auf künstlich gedüngten Böden, werden mit Giften übersprüht und mit künstlichen Aromen aufgepeppelt. Igitt! Auch wenn’s teurer ist, unbedingt Bio nehmen. Dafür würde ich eher auf einen teuren Urlaub oder ein teures Auto verzichten.

    Hände weg von Nahrungsergänzungsmitteln

    In guten natürlichen Nahrungsmitteln ist alls drin, was man braucht. Dummerweise ist minderwertiges Essen manchmal billiger oder schneller zuzubereiten. In diesem Falle entsteht leicht der Wunsch, trotzdem seiner Gesundheit etwas Gutes tun zu wollen, indem man einfach des fehlende Gesunde in Form irgendwelcher Pillen oder Pülverchen zu sich nimmt. Das funktioniert jedoch nicht. Diese Präparate nützen in vielen Fällen gar nichts oder können in dieser Forrm kaum aufgenommen werden, oder sie sind regelrecht gefährlich. Überdosierung der fettlöslichenn Vitamine führt nämlich ohnehin zu Vergiftung, und wer weiß schon, was ein künstlicher Mix solcher Stoffe auf Dauer bewirkt. Ich selbst merke etwa bei Multivitaminsäften, dass diese künstlich schmecken und mir irgendwie nicht gut tun. Da trinke ich frischen Orangensaft um Welten lieber, und selbst wenn ich davon große Mengen trinken würde, kommt kein Gefühl des Ekels oder der Übelkeit auf.

    Interessante Artikel

      Comments 3 Kommentare »



      Lasagne – dieser leckere italienische Nudelauflauf… hmmm. Ich liebe Lasagne in fast allen Variationen. Jeder, der schon einmal Lasagne gegessen hat, weiß allerdings, dass sie im Detail doch recht unterschiedlich schmecken kann. Das folgende Rezept ist für eine ganz besonders leckere Lasagne, die bis jetzt wirklich jedem gemundet hat wie sonst kaum eine. Es stammt von einem alten Schulkameraden, der für gerade diese Lasagne berühmt war.

      Dieses Bild zeigt zwar nicht meine Lasagne, aber so ähnlich sieht sie aus - ohne allerdings das Gemüse im Ragout

      Dieses Bild ist zwar nicht meine Lasagne, aber so ähnlich sieht sie aus - ohne allerdings das Gemüse im Ragout

      Also, was ist das Besondere an dieser Lasagne? Es sind zwar die meisten Standard-Zutaten drin, zusätzlich aber noch Spinat, durch den übrigens die Ragout-Füllung letztlich nicht wie üblich rot wirkt, sondern eher braun (= grün + rot). Keine Angst, ich selbst bin auch kein Super-Spinat-Fan, sie schmeckt aber eh nicht danach. Was nicht drin ist, ist Schinken. Dann gibt es noch diesen einmaligen Weinbrand-Überguss, und die leckere weiße Soße zwischen den Schichten. Also, wer gerne isst oder kocht (oder beides) – unbedingt einfach mal ausprobieren.

      Das Rezept

      Hier das Rezept (offiziell wie üblich für 4 Personen)

      Zutaten für das Ragout

      2 EL Öl
      2 Zwiebeln
      1-2 Knoblauchzehen
      500 g Gehacktes (halb und halb)
      150 g tiefgefrorener Spinat
      125 g Champignons
      2 EL Tomatenmark
      1 Bund Kräuter
      125 ml Weißwein
      125 ml Instantbrühe
      125 ml Sahne
      Salz, Pfeffer, Oregano

      Zutaten für die Bechamel-Soße

      45 g Butter
      45 g Mehl
      175 ml Sahne
      375ml Milch
      1 Bund Schnittlauch
      Salz, Pfeffer, Muskat

      250 g Lasagne – Nudeln
      Parmesankäse, Weinbrand

      Zubereitung

      Zwiebeln und Knoblauch (wir nehmen unser besonderes Olivenöl) anschmoren, anschließend das Gehackte anbraten. Nun folgt der Wein, die Instant-Brühe (für die ich immer das Pulver in einer Tasse mit heißem Wasser löse, kleine Klümpchen sind egal), das Tomatenmark, die Champignons (frische oder geschnittene aus der Dose) und der Spinat (wir nehmen jetzt immer tiefgefrorenen, der in so Pellets portioniert ist, die kann man auch gefroren wie sie sind in die Pfanne geben). Anschließend noch die Sahne dazu und würzen (ich nehme als Ausgangsmenge 2 Teelöffel Salz) und Kräuter (Oregano, Thymian, mal so, mal so…) hinzugeben.

      Bechamel-Soße

      Butter bei nicht zu großer Hitze schmelzen, nach und nach das Mehl einrühren. Am Schluss ergibt dies mehr oder weniger einen einzigen großen Klumpen, der dann mit der Milch abgelöscht wird (nach und nach hinzugießen), dann die Sahne hinein. Die Soße sollte jetzt normal dickflüssig aussehen. Anschließend nochmals etwas aufkochen, dann wird sie ohnehin noch dicker. An Gewürzen Salz, Pfeffer, und – ganz wichtig für mich! – Muskat (den wir frisch mit einer Mühle reiben). Schnittlauch noch rein, das war’s.

      Auf den Nudeln steht meist, dass kein Vorkochen notwendig sei. Schmeißt man jedoch die harten Nudelplatten in die Backform, so ist die fertige Lasagne oft äußerst “bissfest” bis hin zu stellenweise noch völlig hart und trocken. Daher lege ich die einzelnen Nudelplatten zuvor für einige Minuten in warmes Wasser (dabei die Platten etwas gegeneinander verdrehen und gelegentlich bewegen, da die Nudeln leicht aneinander kleben bleiben).

      Optimal ist, wenn man mit mehreren Leuten diese Schritte – Ragout kochen, weiße Soße machen, Nudeln wässern – parallel machen kann, ansonsten würde ich erst das Ragout kochen, dann die Nudeln ins Wasser geben und danach die Bechamel-Soße zubereiten, das Ragout also solange bei kleiner Hitze stehen lassen.

      Nun braucht man eine passende Form aus Keramik oder Glas, die zuvor mit etwas Butter gefettet wird. Man braucht insgesamt fünf Schichten aus Nudeln (also Anzahl der Plattern durch fünf teilen für eine Schicht). Unten rein kommen Nudeln, darüber ein Drittel der weißen Soße. Dann wieder Nudeln, dann eine Hälfte des Ragouts, wieder Nudeln, zweites Drittel der weißen Soße, Nudeln, andere Hälfte Ragout, Nudeln, und die letzte Schicht ist weiße Soße. Darüber kommt nun geriebener Parmesan (möglichst frisch, wenn man ihn mag, ruhig die ganze Oberfläche damit bedecken). Zur Krönung noch kleine Butterflöckchen darauf und zwei bis drei Eßlöffel Weinbrand.

      Die Form kommt nun für 30 Minuten in den auf 175 Grad vorgeheizten Ofen. Ich nehme eine Glasform mit Deckel (verhindert Austrocknen gerade bei Umluft, es geht aber auch ohne), den ich die letzten 5 Minute abnehme , und dann noch Oberhitze einschalten, um die Oberfläche schön anzubräunen.

      Dazu kann man Baguette, Salat und Rotwein servieren. Guten Appetit.

      Verwandte Artikel:

      Comments 2 Kommentare »