Archiv für November 2008



The Matrix – einer der erfolgreichsten Science Fiction-Filme der letzten Jahre…
Anders als sonstige Filme dieses Genre spielt diese Film-Trilogie nicht auf anderen Planeten und nicht nur in der Zukunft; eine Handlungsebene ist stattdessen “unsere normale” Realität, nur dass diese dem Film nach nicht real ist, sondern eine Computersimulation. So sind alle Menschen unserer Welt in Wirklichkeit von Maschinen als Energiequelle angezapfte Dauerschläfer, deren Gehirn “bei Laune gehalten wird”, indem ihm vorgegaukelt wird, dass der Mensch als Individuum in einer mit allen Details und möglichen Sinneswahrnehmungen ausgestatteten Welt lebt – der Matrix -, und diese Welt ist halt unsere als real empfundene Lebenswirklichkeit.

Ist unsere Realität eine COmputersimulation wie in im Film The Matrix?

Ist unsere Realität eine Computersimulation wie im Film The Matrix?

Diese Idee – so absurd sie zunächst klingen mag – hat eine entscheidende, faszinierende Eigenschaft: Trotz allem Wissen über diese unsere Welt ist es uns prinzipiell nicht möglich, eine solche Möglichkeit grundsätzlich auszuschließen. Das muss nicht heißen, dass ich oder sonst jemand daran glaubt, aber anderseits müssen wir uns klar machen, dass es zumindest möglich wäre, dass unsere Interpretation der Welt letztlich eben nur dies ist – eine Interpretation – und somit daneben liegen kann.

Platos Höhlengleichnis

Dies versuchte schon Plato vor fast zweieinhalb Jahrtausenden uns begreiflich zu machen. Sein Höhlengleichnis besagt letztlich das gleiche wie die Matrix: In diesem Gleichnis wachsen Menschen auf Stühlen angebunden in einer Höhle auf und alles was sie sehen ist eine Wand, auf der sich Schatten von Dingen oder Handlungen abbilden, die im Rücken dieser Menschen geschehen, von diesen also nicht selbst gesehen werden können. Da sie die Welt nur so kennen, kommen sie zwangsläufig zur Erkenntnis, dass diese Wand “die Welt” sei, dass in dieser Welt “Schatten” existieren und sich bewegen, miteinander sprechen (durch die Wand wird der Schall reflektiert, es scheint also so, als ob die Stimmen von den Schatten kommen), und dass es nichts anderes gäbe. Würde man ihnen die Wahrheit mitteilen, so könnten sie diese letztlich kaum glauben, da sie über ihre Erfahrungsebene hinaus geht und somit die Grenzen ihres bisherigen Denkens überschreiten würde.

Virtuelle Realitäten

Und deshalb könnte diese Welt ein Computerspiel sein? Ja, genau. Oder etwas anderes, was unsere Vorstellung überschreitet. Das mit dem Computerspiel erscheint übrigens weniger abwegig, wenn man einmal Computerspiele der ersten Generation (sagen wir mal der Packman-Ära) mit modernen dreidimensionalen Simulationen vergleicht. Und nun überlege man, wie solche Simulationen wohl in 10, 20 oder gar 100 oder 1000 Jahren aussehen werden, vielleicht mit rundum 3D-Helm und Bewegungsmeldern a la WII-Konsole bzw. direktem Anschluss ans Zentralnervensystem. Jemand, der in eine solche Welt hinengeboren würde und nichts anderes kennt, hätte keine Chance, diese nicht als Realität anzusehen.
Noch einige weitere Denkanstöße:
1) Im Pokemon-Spiel meines Sohn ist die Pokemon-Welt, durch die der Spieler läuft, eine Insel. Warum? Nun, diese hat rundum eine natürliche Grenze (das Meer), so dass man keine endlos weite Welt simulieren muss, was nicht mit endlichem Programmieraufwand zu machen wäre. Was ist die Entsprechung einer Insel im Dreidimensionalen? Richtig, eine Kugel, ein Planet…
2) Alle Computersimulationen haben eine systembedingte Gemeinsamkeit: Durch den Systemtakt der CPU gibt es keine wirklich kontinuierlichen Bewegungen, sondern letztlich nur diskrete, also gerasterte, Abläufe. Die Feinheit dieser Rasterung ist zwar schon bei unseren Computern weit jenseits der Wahrnehmungsgrenze, aber prinzipiell stets vorhanden. Und unsere Welt? Gibt es da nicht schließlich kontinuierliche Abläufe, was also ein Gegenbeweis wäre? Nein, aufgrund einer Äquivalenz von Energie und Zeit folgt aus dem Planck’schen Wirkungsquantum für die Energie, dass auch die Zeit in unserer Welt gequantelt ist, genau wie in einem Computersystem.

Höhere Dimensionen und Paralleluniversen

Verlassen wir nun jedoch die Computersimulationen. Auch in jahrtausenden alten Lehren – etwa im Buddhismus – kam man durch tiefe Meditation zur Erkenntnis, dass die Welt eine Illusion ist (hier vor allem die Trennung in unabhängige Einzelteile, von denen auch jedes Individuum eins ist, stattdessen wäre alles mit allem verbunden, eine einzige Einheit).

Auch unsere moderne Wissenschaft ist in den letzten Jahrzehnten immer mehr zur Erkenntnis gelangt, dass sie von einem wirklichen Verständnis der Natur der Dinge wesentlich weiter entfernt ist, als man es noch zuvor angenommen hatte. Und hierbei geht es längst nicht nur um so scheinbar banale Dinge wie was Bewusstsein ist oder wie und warum es unsere Realität bis hin zu unserer Gesundheit steuert.

So gehen Physiker größtenteils davon aus, dass unser Universum 10- oder 11-dimensional sei, da laut der String-Theorie nur bei dieser Anzahl von Dimensionen die Schwingungen von “Strings”, aus denen alle Materie entstehen soll, die mathematisch richtigen Frequenzen haben kann. Aus diesen Frequenzen leitet sich wiederum das Energieniveau des Strings ab und damit die Art des von ihm dargestellten Elementarteilchens. Von diesen Dimensionen sind jedoch nur die uns bekannten drei Raumdimensionen entfaltet, die anderen sind unsichtbar, da sie auf winzigstem Raum eingerollt sind, möglicherweise beim Urknall nicht expandiert sind wie die drei anderen. Oder unsere Welt ist eine 3-Brane, ein dreidimensionaler Unterraum einer höherdimensionalen Welt, auf der Aktion und Interaktion bestimmter Teilchen und Kräfte “festsitzen”.

Andere Theorien gehen davon aus, dass es unendlich viele Paralleluniversen gibt: Zum einen könnten diese sämtliche möglichen Ergebnisse der Wellenfunktion eines Teilchen realisieren (vgl. meinen Artikel Leben im Multiversum – weshalb wir der modernen Physik nach unsterblich sein müssen). Die Blasentheorie (oder Inflationsmodell) dagegen hält es für möglich, dass unendlich viele Universen räumlich getrennt (und zwar durch expandierendes “falsches Vakuum”) nebeneinandner existieren, und dies in einem sich rasant ausdehnenden Universum, in dem jedes eingebettete Universum wie eine Blase existiert. Da es aufgrund der Unschärferelation aber zum Zeitpunkt des Urknalls (bzw. des Beginns dieser Welt) nicht wirklich unendlich viele unterscheidbare Ausgangszustände geben konnte, ließe sich folgern, dass bei einer unendlich hohen Anzahl an Universen ich in einigen davon ebenfalls existieren müsste (übrigens nicht nur in einigen, diese “einige” wären sogar wiederum unendlich viele, was wiederum bedeutet, dass jede Möglichkeit meiner Entscheidungen irgendwo in einem passenden Universum realisiert wäre).

Dann gibt es noch die Frage der dunklen Materie und der dunklen Energie. Man kann die Gesamtmaterie und -energie unseres Universum mit einiger Genauigkeit berechnen, dummerweise ergibt sich aber ein Wert, der viel höher ist, als die bekannte Materie aller Galaxien und Energie unseres Universums – es fehlen ca. satte 70 % ! Von dieser Materie und Enrgie – man nennt sie dunkel, da man von ihr bisher nichts sehen oder messen kann – ist fast nichts bekannt. Abgedreht, nicht wahr?

Fazit

Ich gehe davon aus, dass den meisten Mitmenschen derartige Gedanken oder Ansätze unbekannt sind. Was man sich jedoch als Fazit klar machen muss, ist dass unsere Welt alles mögliche sein kann und wir mit Sicherheit weit davon entfernt sind, sie verstehen zu können. Was das für einen selbst bedeutet – ob man deshalb an paranormale Dinge, an Gott, an ein Computerspiel, in dem man Karma-Punkte sammelt, oder an die Unendlichkeit der eigenen Möglichkeiten oder sonstwas glauben möchte – muss jeder für sich entscheiden. Da wird auch weder Science Fiction noch Physik in absehbarer Zeit eine Antwort geben.

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Die seit einiger Zeit in den USA bekannte Plattform Rotten Neighbor (rottenneighbor.com) macht sich nun auch in Deutschland breit, sprich es ist auch für unser Gebiet möglich, alles und jeden Mitmenschen im Web öffentlich zu bewerten, also positiv oder negativ zu beurteilen. Rotten Neighbor setzt dazu auf Google Maps auf, sprich ich sehe einen Ausschnitt der Landkarte, kann in diesen hineinzoomen wie ich will (bis zur bekannten “Ich-kann -fast-alles-Sehen”-Auflösung) und brauche dann nur auf das Haus meines Mitmenschen zu klicken, und schon kann ich über diesen einen positiven oder vernichtenden Kommentar ablassen, der fortan für jeden sichtbar bleiben wird . (Man muss sich allerdings zum Verfassen eines Comments  bei Rotten Neighbor anmelden, der Denunzierte sieht jedoch nur den Nickname des Denunzianten). Natürlich können andere diesen Kommentar weiter kommentieren, also ihn bestätigen oder eine andere Meinung ausdrücken. Immer nach dem Motto der Plattform “Locate, rate and share”.

Hier findet sich der Web-2.0-Geist in reinster Form: Es fließt Information, ist jemand ein A… , so wird es bald die ganze Welt wissen. Anderseits werden die Probleme ebenfalls besonders deutlich: Wie soll man sich schützen? Was, wenn man eines Tages feststellen muss, dass dort üble und falsche Gerüchte über einen selbst verbreitet werden? Es dürfte klar sein, dass ein einmal gestartetes Gerücht – selbst wenn es zu 100% erfunden ist – nur sehr schwer wieder aus der Welt zu schaffen ist.

Noch ist es in meiner Nachbarschaft ruhig auf der Plattform, sprich es gibt zwar schon diverse Einträge, aber darunter ist niemand, den ich kenne. Dafür lese ich, dass eine Straße weiter ein Stalker wohnt, der schon mehrfach Mädchen sexuell belästigt haben soll.

Denunzieren leicht gemacht mit Rotten Neighbor

Denunzieren leicht gemacht mit Rotten Neighbor

Vermutlich lassen sich derartige Entwicklungen nicht stoppen (wenngleich diverse von Datenschützern eingeleitete Verfahren bereits laufen), und natürlich steckt auch ein großes positives Potenzial in solch einer Möglichkeit. Letztlich spielt mehr und mehr der Begriff der Verantwortung eine Rolle: Welche meiner Aktionen hat welche Konsequenzen? Was unterlasse ich also, um Mitmenschen keinen gewollten  oder ungewollten potentiellen Schaden zuzufügen? Ich hoffe nur, dass es uns Eltern, unseren Schulen, unserer Gesellschaft gelingt, ein entsprechendes Verantwortungsgefühl aufzubauen.

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    Heute surfte ich auf die Seite von 20q.net , auf der man gegen ein Programm antritt, das versucht herauszufinden, welchen Begriff man sich soeben ausgedacht hat. Ich denke mir also einen Begriff aus – sagen wir “E-Gitarre” oder “Fenchel” – und das Programm versucht eben diesen Begriff mittels maximal 20 Fragen herauszufinden. Man bekommt also eine Frage, z.B. “Ist es größer als ein Brotlaib” und muss auf die passendste Antwort klicken (z.B. ja, nein, manchmal, teils, eher nicht, usw. – siehe Abbildung unten). In meinem Fall kam die auf einem neuralen Netz basierende Software tatsächlich nach 19 Fragen auf die richtige Antwort “E-Gitarre”, was mich doch erstaunte, da die Fragen bis dahin noch wenig nahe dran zu sein schienen (“Ist es flach?”, “Wird es heiß?”,…) . Einfach mal ausprobieren, war recht kurzweilig.

    –> Klick hier zu 20q.net (öffnet in neuem Fenster)

    Kurze Anleitung: zunächst Sprache auswählen (“auf deutsch denken”), Geschlecht, Alter und Land eingeben, schon geht’s los.

    Einfach die beste Antwort anklicken, nach 20 Fragen muss das Programm den Begriff herausgefunden haben.

    Einfach die beste Antwort anklicken, nach 20 Fragen muss das Programm den Begriff herausgefunden haben.

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    Physiker entsinnen Experimente, durch deren Ausgang sie Rückschlüsse über die Natur unserer Welt zu erlangen hoffen. So beschleunigen Sie beispielsweise Teilchen in kilometerlangen Teilchenbeschleunigern auf annähernd Lichtgeschwindigkeit, um die bei der Kollision dieser Teilchen entstehenden neuen Teilchen zu erfassen.
    Ein anderes von Physikern vorgeschlagenes Experiment würde dagegen keine milliardenteueren Geräte erfordern und trotzdem entscheidende Rückschlüsse über unser Universum erlauben. Dummerweise muss dazu der Physiker allerdings russisches Roulette spielen, sich also eine geladene Pistole an die Schläfe setzen, bei der nur eine Kammer mit einer Kugel besetzt ist, und mehrfach abdrücken, wobei er jedes Mal die Trommel zufällig dreht. Stimmt eine aktuelle Annahme modernen Physik, so müsste der das Experiment durchführende Physiker das Experiment überleben, egal wie oft er es hintereinander durchführen würde. Somit hätte der Physiker einen Beweis seiner eigenen Unsterblichkeit, und dennoch würde im Labor jede Menge Blut fließen. Wie das? Zunächst einige Hintergründe.

    Dieses Experiment hat einen tiefgreifenden Ursprung: Immer mehr Physiker vermuten, dass wir in einem Multiversum leben, einem Universum, in dem es nicht nur eine Realität, sondern etliche gibt. Diese Annahme hat eine jahrzehntelange Geschicht, denn sie geht letztlich auf das vielen von uns aus der Schule bekannte Doppelspalt-Experiment zurück. Beschießt man nämlich zwei parallele Spalte mit einem Teilchenstrom – etwa Photonen -, so ergibt sich auf einem Photobildschirm dahinter ein charakteristisches Lichtmuster, ein sogenanntes Beugungsmuster. Aus diesem Muster lässt sich eine recht paradox anmutende Tatsache schließen: Ein einzelnes Teilchen kann dem gesunden Menschenverstand nach in diesem Experiment entweder den einen oder den anderen Spalt passieren, es scheint jedoch tatsächlich beide gleichzeitig zu passieren. Ein Teilchen kann also nicht nur an einem, sondern an mehreren Orten zur gleichen Zeit sein. (Auch die berühmte Heisenberg’sche Unschärferelation hat hiermit zu tun).

    In der sogenannten Kopenhagener Interpretation wurde 1927 versucht, dieses Paradoxon aufzulösen, indem man festlegte, dass sich ein Teilchen zunächst an unendlich vielen Orten aufhalte und sich erst im Falle einer Messung seiner Position für eine “entscheidet”. Diese Interpretation ist jedoch für zunehmend viele Physiker nicht mehr haltbar. Sie vermuten, dass sich das Teilchen an unendlich vielen Positionen gleichzeitig aufhält, die nach der Wellenfunktion statistisch verteilt sind.

    Und wenn jedes Teilchen unendlich oft existiert, so existiert auch jede aus Teilchen aufgebaute Materie – wir etwa wir selbst – in unendlich vielen Versionen. Die abgedreht klingende Folgerung ist also, dass jeder von uns unendlich oft existiert, wobei jede Version in einer eigenen “Dimension” vorkommt. Hierbei handelt es sich nicht um Raum-Zeit-Dimensionen, sondern um nebeneinander existierenden Realitäten. Solche Realitäten entstehen jedesmal, wenn sich ein Teilchen “entscheiden” muss. Versuche ich also, seine Position zu bestimmen, so entscheidetsich das Teilchen für eine mögliche Position in dieser Realität, wobei jede andere Position in einer anderen Realtät verwirklicht wird.

    Für das oben angeführte Experiment mit dem russischen Roulette bedeutet dies, dass natürlich nach wie vor alle denkbaren Versuchsausgänge auftreten. Folglich wird der Physiker irgendwann die Kugel erwischen und sterben. Allerdings ist auch die Möglichkeit gegeben, dass er 20 oder selbst 100 mal hintereinander Glück hat, es ist zwar unwahrscheinlich, doch ist die Wahrscheinlichkeit größer als Null. Wenn nun alle denkbaren Entscheidungen realisiert sind, so gibt es also zumindest eine Realität, in der der Physiker überlebt. Und in genau dieser wird er sich zwangsläufig wiederfinden, da er in allen anderen Realitäten stirbt, so dass für ihn nur diese eine übrig bleibt. Er wird auch nichts davon spüren oder wissen, dass er fast jedesmal gestorben ist, er wird nur feststellen, dass er noch immer unversehrt ist und das Experiment geklappt hat. Dies ist für ihn somit zwangsläufig, wenngleich Augenzeugen des Experiments ihn in dutzenden von anderen Realitäten haben sterben sehen. Von daher ist dies Experiment nicht zur Nachahmung zu empfeheln, Sie werden es zwar aus ihrer Sicht überleben, doch ihre Mitmenschen werden sie in den meisten Realitäten verlieren.

    Spinnt man diesen Gedanken zu Ende, so ergibt sich, dass der Physiker auch weiterhin in seinem Leben jedes Unglück in zumindest einer Realtät überleben wird, diese wird zwangsläufig zu seiner tatsächlichen Realität. Und selbst die sehr unwahrscheinliche Möglichkeit, dass ein Mittel zur Steigerung der Lebenserwartung in beliebigem Maße gefunden wird, ist eine mögliche und damit in einer Realität auch eintreffende Variante. Somit wird in 100 oder 1000 Jahren sich der Physiker in gerade dieser Realität wiederfinden.

    Umgekehrt ist die Tatsache, dass wir bisher in unserem Leben alle Gefahren der Welt überlebt haben, kein Zufall, sondern eine Zwangsläufigkeit.

    An dieser Stelle lasse ich in dieser Realität diesen Artikel enden, vielleicht hätte ich in anderen Realitäten noch weiteres hinzugefügt…

    Dieses Experiment und viele weitere derartige Annahmen der Physik ist beschrieben im Buch Das Universum nebenan von Marcus Chown, das man über den folgenden Link bei Amazon bekommt.

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    Olivenöl ist gut! Ein kurzes Statement, hinter dem jedoch sehr viel steht. Über die positiven Effekte von verschiedenen pflanzlichen Ölen und Olivenöl im Besonderen wurde sicherlich schon an genügend anderen Stellen berichtet. Ich persönlich bin übrigens überzeugt, dass gerade in möglichst naturbelassenen Nahrungsmitteln sogar noch wesentlich mehr an gesundheitsförderlichem Potential steckt, als es von den meisten derzeit angenommen wird (weshalb mit Sicherheit Butter gesünder ist als das Industrieprodukt Margarine).

    Olivenöle können recht verschieden schmecken. Zu unseren früheren Lieblingsreisezielen gehörte Kreta (dorthin fährt man am besten im Mai, was uns jetzt nicht mehr möglich ist, da wir auf die Schulferien angewiesen sind). Viele Kenner behaupten, dass aus Kreta einige der besten Olivenöle der Welt kommen. Und bei durchschnittlich 300 Sonnentagen im Jahr und der Lage weitab von luftverschmutzenden Großstädten wundert einen dies nicht.

    Vor einigen Jahren haben wir in einer winzigen Taverne auf Kreta gegessen und dabei festgestellt, dass sowohl Tims Omelett als auch der Salat einen besonderen Geschmack hatten, wobei Silvie gleich meinte, dass käme von dem Olivenöl. Es war ein extrem “fruchtiger” Geschmack, wie er zwar tendenziell bei Olivenölen häufig vorkommt, jedoch sonst nicht in dieser starken Ausprägung. Wir haben daraufhin dem Besitzer der Taverne gleich zwei Flaschen seines übrigens selbst produzierten Olivenöls abgegekauft. Auch an einer anderer Stelle auf Kreta fanden wir ein Olivenöl, das denselben Geschmack hat: bei Johanns Bioladen in Kavros. Johann – ein Deutscher, der sich auf Kreta niedergelassen hat, kannte sich bestens mit Olivenölen aus, die er direkt von diversen Bauern des Umlandes bezog. So kauften wir dort auch ein Bio-Öl, das von einer Qualität war, wie sie nur alle paar Jahre bei einer Ernte zustande kommt – wer weiß, vielleicht tatsächlich somit eines der besten Öle der Welt!

    Wieder zu Hause, waren natürlich einige Monate später sämtliche Vorräte erschöpft. Da ich mich mittlerweile so an den Geschmack dieses Olivenöls gewöhnt hatte – ich goß es manchmal sogar direkt auf eine Scheibe frisches Brot mit noch etwas Kräutersalz darüber – musste unbedingt ein gleichwertiger Nachschub her. In den folgenden Wochen probierte ich also verschiedene kretische, kaltgespresste Olivenöle aus. Von diesen gab es in deutschen Läden zwar genügend, jedoch hatte keines diesen typischen Geschmack, egal ob preiswerte oder recht teure Öle. Als ich die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, wurde ich doch noch fündig: Das Olivenöl der Marke Minos - erhältlich etwa in der Metro oder im Real – hatte denselben Geschmack (es kommt auch aus der gleichen Region Kretas). Zudem war es nichtmals besonders teuer – 4,99 € der halbe Liter. Somit ist dies Öl meine absolute Empfehlung.

    Übrigens gibt es  in Silvias Erziehungs-Blog einen Artikel zur Wirkung von Olivenölen – sie stellte fest, dass es äußerlich angewandt super wirkt bei Ekzemen und Pickeln!

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      Ein interessantes Buch, das ich kürzlich gelesen habe, ist Open Focus Aufmerksamkeitstraining von Les Fehmi und Jim Robbins. Wie der Untertitel “Durch Aktivierung des Alphazustandes zu Gesundheit und Kreativität finden” vermuten lässt, handelt dieses Buch von einer Entspannungstechnik, die von Les Fehmi in jahrzehntelanger Forschung am Princeton Biofeedback Center entwickelt und fortlaufend verfeinert wurde.

      Biofeedback bezeichnet dabei allgemein Methoden, bei denen versucht wird, den aktuellen körperlichen oder geistigen Zustand des Menschen zu verändern. Hierbei versucht man, durch Vorstellung oder Konzentration eine Veränderung herbeizuführen, wobei man unmittelbar die Stärke der Veränderung mit einem geeigneten Gerät kontrollieren kann. Ein Beispiel wäre also, dass man versucht, die Frequenz des Herzschlags zu verringern und man hierzu den eigenen Herzschlag hörbar macht (das wäre das Feedback), was sowohl zur Kontrolle dient als auch zur fortlaufenden Verfeinerung der angewandten Technik führt, bis diese letztlich zum gewünschten Ergebnis führt – hier zur hörbaren Verringerung der Herzfrequenz.

      Les Fehmi erforschte ursprünglich Alphawellen, das sind niederfrequente Wellen der Gehirnaktivität im EEG. Alphawellen werden normalerweise im tiefentspannten Zustand erzeugt, wenn das Gehirn nicht auf eine einzelne Tätigkeit fokussiert ist. Arbeiten zudem noch beide Gehirnhälften zusammen, kommt es zu sogenannten phasensynchronen Alphawellen, und um gerade diese geht es bei der Methode von Fehmi. Er stellte nämlich irgendwann fest, dass nachdem er im Labor im Rahmen seiner Forschungen einige Zeit in diesem Zustand war, er sich anschließend oft noch tagelang völlig anders fühlte, nämlich entspannter, ausgeglichener, aber auch aufmerksamer und insgesamt glücklicher.

      Also entwickelte er Verfahren, um diesen Zustand der Alphawellen zuverlässing zu erzeugen, was sich zunächst schwierig gestaltete, da je mehr man sich bemüht, in diesen Zustand zu gelangen, es umso schlechter funktioniert. Schließlich fand er heraus, dass bestimmte Vorstellungen von “Raum” – im Körper oder um ihn herum – am zuverlässigsten zu dem gewünschten Ergebnis führten. Man stelle sich also Dinge vor wie den Raum zwischen den Augäpfeln oder den Raum zwischen den Fingern, und die bloße Konzentration auf diese Visualisierung im entspannten Zustand bewirkt die Zunahme der Alphawellen.

      Was ich dabei interessant finde, ist, dass er zu denselben Erkenntnissen kommt, wie sie auch in asiatischen Methoden wie Qigong oder Meditation zu finden sind, nur dass er halt eine “westliche” Herangehensweise benutzte. Auch seine Methode bewirkt die gleiche Selbstregulation des Körpers und das gleiche “Flow”-Gefühl wie beispielsweise buddhistische Meditationstechniken.

      Dem Buch liegt eine CD bei, mit der man diese Technik selbst anwenden kann, ohne dass eine Einweisung durch einen Lehrer erforderlich ist. Man wird auf der CD aufgefordert, sich dies oder jenes lediglich vorzustellen, was in Kombination mit der vorsichtigen Wortwahl und Intonation zum gewünschten Ergebnis führt.

      Nach Fehmi hat dieses Aufmerksamkeitstraining höchst positive Auswirkungen nicht nur auf verspannte Muskeln, sondern auch auf mentale Störungen wie z.B. ADS oder ADHS bei Kindern, so dass diese in der Schule wieder deutlich bessere Leistungen erzielen können.

      Mehr Informationen findet man etwa bei Amazon, wohin man über den folgenden Bild-Link gelangt.

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