Sonstiges

Vertragsabschlüsse – Hätten Sie’s gewusst?

Neulich gab es in unserem Umfeld Stress mit einem ungewollten Vertragsabschluss. Dabei sind mir einige Dinge bewusst geworden, die ich in dieser Form nicht genau gewusst hätte:

1. Ein Auftrag oder Vertrag kann nicht unbedingt innerhalb einer gewissen Zeitspanne widerrufen werden. Grundsätzlich ist das nur in Spezialfällen möglich wie Fernabnahmen oder in der eigenen Wohnung abschlossene Verträge („Haustürgeschäfte“). Auch Geschäfte, die ja mittlerweile ohne große Nachfragen Dinge umtauschen oder zurück nehmen, müssen das in dieser Form nicht, es ist eine Art Kulanz. Die Annahme, man könne das zu Hause nochmals in Ruhe überlegen oder sich kundig machen und ggf. einfach innerhalb z.B. einer Woche widerrufen, ist falsch (sei denn, es ist ausdrücklich im Vertrag formuliert).

2. Ein Auftrag gilt als Vertrag, sobald er vom Auftragnehmer gegengezeichnet wird (was auch nachträglich denkbar wäre).

3. Unterschreiben Sie einen Vertrag und ihre Frau oder sonst jemand ist dabei, so gilt diese Person evtl. als Zeuge, falls Sie innerhalb eines Rechtsstreits (z.B. wegen Täuschung) diesen Vertrag anfechten. Hat jedoch ihr Partner ebenfalls unterschrieben, so gilt er nicht als Zeuge.

4. Weicht der Vertrag vom Inhalt des stattgefundenen Gesprächs ab, können Sie evtl. auf Irrtum oder gar arglistige Täuschung plädieren und den Vertrag anfechten.

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