Archiv für Oktober 2008



Seit langer Zeit sind sich alle Eltern einig, dass die Computerspiele ihrer Kinder nur Zeitverschwendung sind. Viel besser wäre all diese Zeit darin investiert, etwas für die Schule zu tun oder zumindest einmal ein “richtig gutes” Buch zu lesen (was bestimmt wiederum gut für die schulischen Leistungen wäre), stimmt’s?

Wenngleich ich selbst wirklich kein Computerspieler bin (“das besser nicht auch noch…”), fand ich das folgende Gedankenexperiment höchst interessant, das vom US-Autor Steven Johnson in seinem Bestseller Everything Bad is good for you beschrieben wird. Ich selbst stieß darauf bei der Leküre des sehr  zu empfehlenden Buchs Wir nennen es Arbeit von Holm Friebe und Sascha Lobo. Johnson vertritt die These, dass viele Aspekte der heutigen Jugendkultur nicht – wie meist behauptet – geisttötend sind, sondern durchaus förderlich für Auffassungsgabe und Intelligenz. Das erwähnte Gedankenexperiment fragt, was wäre, wenn zuerst Computerspiele und erst danach der Buchdruck erfunden worden wäre. Da ja Neues meist argwöhnisch betrachtet wird, käme es laut Johnson vermutlich bald zu Äußerungen wie die folgenden:

“Bücher unterforden chronisch die Sinne. Entgegen der langen Tradition der Computerspiele – die Kinder in lebendige, dreidimensionale Welten voll von bewegten Bildern und musikalischen Eindrücken entführen, durch die sie mit komplexen Muskelbewegungen steuern – sind Bücher einfach nur eine Aneinanderreihung von Wörtern auf einer Seite. Nur ein kleiner Teil des Gehirns wird dadurch aktiviert, während Computerspiele das gesamte Spektrum sensorischer und motorischer Hirnfunktionen ansprechen. Hinzu kommt, dass Bücher auf tragische Weise einsam machen. Während Spiele junge Menschen seit geraumer Zeit dazu bringen, gemeinsam mit ihren Freunden eigene Welten zu bauen und zu erkunden, zwingen Bücher sie in die Abgeschiedenheit eines ruhigen Ortes, abgeschottet vom Rest der Welt. Diese neu entstandenen ‘Büchereien’, die das Lesen anregen sollen, bieten ein beängstigendes Bild: Dutzende von Kindern, die normalerweise einen regen und lebhaften Austausch pflegen, versenken sich stumm und apathisch in die Lektüre …”

Computerspiele = Zeitverschwendung?

Dieses Gedankenexperiment macht uns deutlich, wie wichtig eine vorurteilsfreie Herangehensweise ist, insbesondere bei komplexen Sachverhalten, die nur schwer in ihrer Gesamtheit zu erfassen sind. Allzu schnell verfestigen sich Pauschalurteile und Halbweisheiten. Wer weiß schon, was eine Sache auf lange Sicht für Konsequenzen hat?

Die fortschreitende Digitalisierung unseres gesamten Lebens ist eine der größten Umwälzungen, mit der die Menschheit jemals konfrontiert war. Und wer weiß, was im Leben unserer Kinder in einigen Jahrzehnten entscheidend sein wird? Warum maßen wir uns also an – wir, die teilweise nichtmalsr skypen noch SMS-en können, weder auf Facebook noch Myspace zu finden sind und den Unterschied zwischen einem Blog und einer Wiki nicht kennen – unseren Kindern zu erzählen, was für sie gut und was schlecht sein wird?

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Odys MP X29 FM, mehr für weniger Geld, gleichzeitig im Angebot !?

Odys MP X29 FM

Nachdem ich neulich von den merkwürdigen Sonderangeboten beim Real geschrieben habe, konnte ich feststellen, dass relativ viele Surfer über Google bei meinem Blog landen, die nach dem Odys MP X29 gegooglet haben und so etwas wie einen Erfahrungsbericht suchen. Damit all diese nicht umsonst hier landen, möchte ich hiermit einen solchen verfassen.

Ich komme direkt zur Sache: für die 25,-€ ist das Ding echt voll OK, wir haben mittlerweile gar einen zweiten davon gekauft (so dass sich Silvia und Tim nicht mehr länger um das Ding streiten müssen). Ich selbst habe auch noch einen älteren Odys MP X10 i , und da ist der x29 allein schon vom Display und von der Menüführung her deutlich besser. Mein X10 i hat außerdem eine 2,5 mm Klinkenbuchse für den Kopfhörer, so dass man entweder den mitgelieferten Ohrhörer (der natürlich schlechter ist als die viele, die ich mitlerweile herumfliegen habe) oder einen Adapter verwenden muss (Standard ist nämlich 3,5 mm, und der Adapter ist beim Bewegen immer ein Wackelkontaktkandidat).

Die Möglichkeit, den internen Speicher durch eine Micro-SD-Karte erweitern zu können, ist auch ziemlich sinnig. So kann man nicht nur den Speicher erweitern, man kann auch diverse Karten im Einsatz haben – hier die Hörbücher, da diese Musik, dort jene – und diese schnell wechseln. Ich habe allerdings noch nicht ausprobieren können, wieviele GB per Karte möglich sind.

Die USB-Geschwindigkeit kommt mir so wie Mittelmaß vor, habe schon Schnelleres und auch Langsameres gesehen.

Nett ist die Möglichkeit, Videos schauen zu können. Hier unterstützt der Odys aber nur AVI mit einer ganz bestimmten Auflösung – nämlich genau die, die sein Display liefert. Also muss man das mitgelieferte Tool benutzen, das ein beliebiges Video recht unkompliziert in eben dieses Format umwandelt.

Also, für das Geld ist er wie gesagt voll in Ordnung.

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Kürzlich war das Terrarium im Wohnzimmer mal wieder mit einer “General-Überholung” dran , sprich einige Pflanzen waren nicht mehr ganz frisch und legten einen Austausch nahe. Da das Terraium anschließend gleich viel besser aussah, machte ich einige Fotos, die man hier in der Diashow sehen kann.

Ein spezielles Anliegen ist mir übrigens zu zeigen, dass a) so ein Terrarium mit vielen echten Pflanzen sehr schön sein kann und b) dass auch das “Bio-Terraium” funktionert, also das Terraium ohne sterile Einrichtungsgegenstände, Futter aus dem Futternapf und Gift gegen Schädlinge usw.

Mehr zu meinen beiden Terrarien und den von mir gehaltenen Riesensmaragdeidechsen (Lacerta trilineata), die im Wesentlichen sehr ähnliche Haltungsansprüche wie normale Smaragdeidechsen (Lacerta bilineat bzw. Lacerta viridis) stellen, findet man hier auf meiner Homepage. Viel Spaß mit den Fotos:

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Gestern habe ich die 60GB-Festplatte meines guten alten Toshiba-Notebooks gegen eine größere ausgetauscht. Die alte war seit einiger Zeit schon bis an den Rand gefüllt, so dass ich schon öfters Dateien ausmisten oder auf externe USB-Festplatten verschieben musste. Hinzu kam noch unser Sohn Tim, der die mühsam erkämpften freien 5GB sogleich wieder mit seinem neusten Computerspiel auffüllen wollte …

Nun, eine neue, gößere Festplatte kostet ja wirklich nicht mehr die Welt, aber ich hatte überhaupt keine Lust, das System komplett neu aufsetzen zu müssen und Adressbücher, Emails und zig Programme neu zu installieren (schließlich hat ein Notebook ja nur eine Festplatte, beim Desktop kann man ja die neue immer als zweite, Nicht-System-Platte einbauen).

Die Lösung war jedoch extrem einfach: mit Acronis True Image lässt sich die alte Festplatte klonen (wobei die Partitionen der alten flexibel auf die neue Platte gestretcht werden können). Ich musste also lediglich eine neue Platte kaufen (250GB, EIDE, für ca. 80€) und dazu ein passendes externes USB-Gehäuse. Die neue Platte kam vorübergehend in das neue Gehäuse (3 min Einbau), dann die alte Platte auf die neue klonen (ca. 1 Stunde, wobei man nicht dabei bleiben musste, die Bedienung war übrigens dank Assistenten völlig easy, nur default belassen und “weiter”), die alte Platte raus (man musste nur eine Schraube am Notebook lösen, um die Abdeckplatte der Festplatte zu entfernen, dann die Festplatte lediglich herausziehen, neue Platte eingeschoben, nichts mit Jumper oder dergleichen), einschalten, und ……

…. es lief !!!!! Ganz ohne irgendwas, keine Fehlermeldung, keine Neukonfiguration, keine neu erkannte Hardware, nichts, einfach so! :)

Die alte Platte kommt natürlich in das externe USB-Gehäuse.

Hätte ich gewusst, dass es so einfach ist, hätte ich diesen Schritt schon vor langer Zeit gemacht. Aber jetzt erst mal überlegen, was ich alles aufs Notebook packe, vielleicht einen Teil der Filmbibliothek, so viele GB wollen ja nicht ungenutzt bleiben. :)

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Ich liebe die Zahlenrätsel von Michael Pousen. DIese erscheinen seit vielen Jahren in der Fernsehzeitschrift Hörzu. Dieser Link bringt dich zu seiner Homepage, wo bei jedem Aufrufen/Reload der Seite eine neue Version dieses Rätsels erzeugt wird. Die Lösung  wird dort ebenfalls angezeigt.

Da viele sicherlich schon beim Anblick dieser Rätsel in Panik geraten, möchte ich einmal für eins dieser Rätsel beispielhaft erklären, wie man es löst. Dieses Beispielsrätsel ist zwar ein ausgesprochen leichtes Exemplar, aber das Prinzip wird sicherlich deutlich. Hier kommt das Beispielsrätsel:

Zahlen-Rätsel

So, vom Aufbau sind sie immer gleich: insgesamt 9 zwei- bis vierstellige Zahlen sind über Rechenoperationen horizontal und vertikal verknüpft. Dabei steht für jede Ziffer ein Symbol, sprich es gibt 10 Symbole statt der 10 Ziffern 0 bis 9. Aufgabe ist natürlich herauszufinden, welches Symbol für welche Ziffer steht.

Zunächst schaue ich “mal über das Rätsel drüber” und suche nach Auffälligkeiten. Solche Auffälligkeiten werden z.B. durch die Ziffern 0 und 1 erzeugt. DIe Null lässt sich beispielsweise oft finden, indem man die letzten Ziffern der Additions- bzw. Subtraktionsaufgaben scannt: Hier sieht man etwa, dass der weiße Kreis (rot) plus dem dick umrandeten Kreis (grün) wieder den weißen Kreis ergibt (also a + b = a).  Damit weiß man, dass der dick umrandete Kreis die Null sein muss.

Also ersetzen wir den dicken Kreis überall durch die Null:

Schauen wir uns weiterhin die jeweils letzten Stellen der Zahlen an (hier gelten die Rechengesetze direkt, da keine Überträge aus den nachfolgenden Stellen hinzukommen können). In der letzten Zeile gilt, dass blau mal grün Null ist, ebenso ist grün mal pink Null.

Damit bei einer Malaufgabe in der letzten Stelle eine 0 steht, gibt es für blau und grün nur die beiden Möglichkeiten (a) eine gerade Zahl mal die 5 -  oder (b) irgendeine Zahl mal die Null. Möglichkeit (b) scheidet aus, da ja in diesem Falle dort das Symbol für die Null hätte stehen müssen, was aber nicht der Fall ist. Also bleibt nur (a), wobei die Reihenfolge (“gerade mal fünf” oder “5 mal gerade”) noch unklar ist. Da aber auch grün mal pink die Null ergibt, muss grün die Null sein, da andernfalls grün die gerade Zahl wäre, womit aber sowohl blau als auch pink die 5 wären, und beides geht nun mal nicht. Also, grün ist die 5. Ersetzen wir dieses Symbol überall durch die 5:

Schauen wir uns nun den geviertelten Kreis (grün) an, der relativ häufig auftritt. Da gilt: Zahl oben links + Zahl oben mitte = Zahl oben rechts, diese wiederum + Zahl rechts mitte = Fünftausend-irgendwas, folgt hieraus, dass der grüne Kreis nur eine 1 oder 2 sein kann. Wäre er nämlich die 3 oder größer, könnte unten nicht die 5xx0 stehen, denn zwei mal in der Reihe die 3 addierst wären schon sechs. Also 1 oder 2.

Schaut man sich dann die Zahl unten in der Mitte an und die darüber, in der 2. Zeile mitte, so sieht man, dass 2 nicht möglich ist, denn 25 mal 25x wären über 6250 (“mal” weil ich bei Geteiltaufgaben wie  hier immer “umgekehrt” schaue), was viel zu groß wäre; es könnte nicht unten rechts die 5xx0 stehen. Also keine 2, sprich es ist die 1.

AbB jetzt ist das Rätsel praktisch geknackt: 15 mal 15x ergibt eine Zahl zwischen 2250 und 2385, da hier (oben mitte) die ersten beiden Stellen unterschiedliche Symbole sind, muss es halt 2310 sein:

Erste Zeile: 1xxx plus 2310 muss was mit Drei- oder Viertausend (falls Übertrag) sein, 3 ist schon weg, also bleibt nur 4. Damit ist oben rechts der weiße Kreis eine 6, da 6 + 4 = 10 ergibt (Null hinten). Der Rest ist kinderleicht, und es ergibt sich die folgende Lösung:

Dieses Beispiel war recht einfach, da viele Zahlen an “verrätersichen” Positionen vorkamen, ferner fehlte die 7 (es sind sonst fast immer alle Ziffern vertreten). Wie gesagt, auf der  Homepage von Michael Pousen gibt es jedesmal ein neues solches Rätsel und ausprobieren kostet ja nichts. Am Anfang wird es wahrscheinlich etwas länger dauern, mit etwas Übung geht es dann deutlich schneller. Ich benötige einige Minuten bis maximal eine Viertelstunde. Viel Spaß beim Tüfteln!

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    Odys MP X28 für 29,90 €

    Odys MP X28 für 29,90 €

    Vor zwei Tagen habe ich im REAL einen MP3-Player aus dem Sonderangebot der laufenden  Woche gekauft: einen ODYS MP X28, 2 GB, für 29,90 €. Heute musste ich schon wieder zum Einkaufszentrum (da ich nebenan im Promarkt die Powerline-Netzwerkadapter umtauschen musste, ging übrigens problemlos, ein Lob für Promarkt), und was sehe ich im REAL? Genau diesen ODYS MP3-Player für 24,95€ !! Dabei ist die Angebotswoche doch noch gar nicht vorbei !?

    Odys MP X29 FM, mehr für weniger Geld, gleichzeitig im Angebot !?

    Odys MP X29 FM, 24,95 €, mehr für weniger Geld und gleichzeitig (!) im Angebot

    Erst mal genauer auf den Karton geschaut, ob ich doch was übersehen habe, und ja, es ist auch gar nicht der gleiche, sondern fast das gleiche Modell, nämlich der MP X29 FM , 2 GB. Was sind die Unterschiede, was fehlt dem, wo er doch 5;- € billiger ist? Jetzt kommt’s, dem fehlt gar nichts, sondern im Gegenteil, er hat die deutlich besseren Ausstattungsmerkmale: alles gleich, aber zusätzlich Video-Wiedergabe und integriertes FM-Radio !!!!

    (Update: einen detaillierteren Erfahrungsbericht zu diesem Ding gibt es hier )

    Also erstmals den Verkäufer angemacht, was das denn solle und wie das sein könne. Der arme Mann verstand mich gut und räumte ein, dass da wohl was bei ihnen schief gelaufen ist. Der X28 war übrigens die Woche über im Angebot, der X29 den Monat über, wie sinnig…

    Na gut, ich nahm den besseren gleich mit und habe 4 Wochen Zeit, den anderen zurück zu bringen (war zum Glück noch gar nicht ausgepackt).  Aber man wundert sich schon …

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